Dieser Skulpturenpark im Baselland bietet eine Art «Kunst-Weg», dessen Route man frei wählen kann. Er gehört zum Kloster Schönthal in Langenbruck.

DIE FAKTEN
Kloster Schönthal: Ehemaliges Benediktinerkloster mit angrenzendem Skulpturenpark
Höhe: 734 m.ü.M.
Lage: Nordöstlich des Passdorfes Langenbruck im Basler Jura
Länge Rundwanderung: Zwischen 1 1/2 Std. und 4 Std.
Ausgangs-/Endpunkt: Kloster Schönthal
Anforderungen/Kondition: Leicht
Buchtipps: Das Kloster Schönthal bei Langenbruck (auch als E-Book erhältlich), Himmel, Erde, Kunst – Das Kloster Schönthal als Gesamtkunstwerk, Mord im Kloster Schönthal – Historischer Roman
Anreise: Mit ÖV via Liestal, Olten oder Oensingen nach Langenbruck Dorf und in 20 Min. zu Fuss bis zum Kloster. Mit dem Auto via Liestal, Egerkingen oder Dietgen (kurvenreich über den Bölchen) bis zum Kloster (Parkplätze beschränkt)
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DIE GANZE GESCHICHTE
Das Kloster Schönthal – das sich übrigens einer der ältesten Kirchen der Schweiz rühmen darf – liegt eingebettet in die hügelige, liebliche Jura-Landschaft von Baselland und hat eine über 800-jährige Geschichte. Gebetet allerdings wird hier schon lange nicht mehr: Seit dem Jahr 2000 gilt Schönthal vorwiegend als Kunstort.

Kunst aus verkohlten Kastanienbäumen

Vor dem Kloster und auf den Wiesen und in Wäldern der Umgebung sieht das dann so aus: Hier ein Pfefferbaumzweig aus Chromstahl, dort mitten im Wald verkohlte Kastanienstämme und ein paar hundert Meter weiter ein überdimensionierter Kamm aus Stahl, dessen Form exakt einem Hügelkamm in der Nähe entspricht. «Ortsspezifische Skulpturen» heisst das auf Kunst-Deutsch. Geschaffen wurden die Skulpturen von Schweizer und internationalen Künstlern – für die Wiesen und Wälder des Schönthals. Momentan säumen über 30 Werke die Wege und Pfade, und die Sammlung wächst ständig weiter. Deshalb ist dieser «Kunst-Weg» Jahreszeiten-unabhängig. Ob im Herbst, Winter, Frühling oder Sommer: Die Kunstwerke «passen» sich der sich verändernden Natur auf ihre eigene Weise an – und werden so immer wieder neu entdeckt. Auf rund 100 Hektaren Fläche!

Kunstwerke in der Natur: Skulpturenpark Schönthal.

Drauflos wandern – und staunen

Was am Skulpturenpark Schönthal gefällt: Man muss nicht diesen oder jenen Weg gehen, um anzukommen. Auch wenn es einen Wegplan gibt für besonders Interessierte. Alle Wege nämlich führen irgendwann zurück zum Kloster. Deshalb kann man einfach so drauflos wandern, nach Lust und Laune. Zwischen 1 ½ Stunden und vier Stunden Zeit sollten reichen, um die Symbiose von Kunst und Natur auf sich wirken zu lassen. Das mit dem «Verstehen» übrigens finde ich nicht so wichtig. Auch Pipilotti Rist habe ich nie richtig verstanden und trotzdem gemocht.
Zum Schluss willst Du sicher wissen, wo dieses Schönthal überhaupt liegt – und mit ihm Langenbruck. Keine zehn Kilometer von Egerkingen (SO) entfernt; dort, wo sich die Autobahnen A 1 und A 2 kreuzen. Höchste Zeit also, sich auf ein paar «ortsspezifische» Fakten mehr einzulassen…

Teddy B, September 2017

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Teddy B – auch präsent auf YoutubeInstagram und Facebook!

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