Diese Rundwanderung hoch über Grindelwald ist ein Klassiker und leicht zu machen. Ausserdem «punktet» man damit bei auswärtigen Gästen mit Swissness pur.

DIE FAKTEN:
Lage: Firstgebiet oberhalb von Grindelwald in den Berner Alpen
Höhe: 2167 m.ü.M. (Grindelwald-First) bzw. 2265 m.ü.M. (Bachalpsee)
Ausgangs/Endpunkt der Wanderung: Grindelwald-First
Länge: Knapp 5,9 km bzw. rund 2 – 2 ½ Std.
Anforderungen/Kondition: leicht
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Einkehrmöglichkeiten: Berggasthaus bei Bergstation
Anreise: Mit ÖV oder Auto bis Grindelwald (Parkplätze/häuser im Dorf); mit der Firstbahn ab Talstation im oberen Dorfabschnitt nach Grindelwald First (3 Abschnitte/knapp 30 Min. Fahrtdauer)
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DIE GANZE GESCHICHTE:
Alle sind hier unterwegs. Jene, die Richtung Bussalp wandern wollen, jene, die Höheres und damit das Faulhorn anpeilen. Und schliesslich die ganz Ehrgeizigen, welche sechs und mehr Stunden für die berühmte Höhenwanderung via Faulhorn bis zur Schynige Platte in Angriff nehmen. Der grosse und überwiegende Rest entfällt auf jene Ausflügler, die nichts mehr als eine kurze Wanderung vom First zum Bachalpsee und zurück machen. Auf dass sie abends nicht nur «Bähnli-Meter» von Grindelwald bis hinauf zur Bergstation First in den Beinen haben.

First: Auch der blaue Eisenhut ist da

Die Rundwanderung Grindelwald-First bis zum Bachalpsee und zurück ist ein Klassiker. Und trumpft mit vielerlei Superlativen auf. Das Panorama ist schlicht einzigartig: Zu Füssen liegt Grindelwald, Ausgangspunkt für Top-Touren zum Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Von überzuckert bis tief verschneit – je nach Jahreszeit – präsentieren sich vom First aus stattliche Viertausender im Dutzend. Auch die Alpenflora trumpft mit ihren schönsten Exemplaren auf; etwa mit Blauem Eisenhut, einer der giftigsten einheimischen Pflanzen. Auf einem Naturlehrpfad am Wanderweg kann man sich über die wichtigsten Exemplare informieren (nur in deutscher Sprache).

Bergidylle: Alle meine Viertausender!

Wandernd locker auf und ab

Aller Anfang der Tour ist zwar nicht schwer, aber etwas zackig und steil. Doch der Wanderweg ist breit und gut ausgebaut, ausserdem laden unterwegs rustikale Holzbänke zum Ausruhen und Panorama-Genuss. Der grösste Teil der Wanderung ist ein lockeres Auf und Ab bis hin zum Bachalpsee, dem Zwischenziel der Wanderung. Konditionell fitte Wanderer benötigen dafür eine knappe Stunde, andere eine Stunde und mehr.

Bachalpsee: Wo bleibt das Schreckhorn?

Bachalpsee: Blaues Juwel der Berner Alpen

Der Bachalpsee also, mit richtigem Namen Bachsee. Wobei ihn keiner so nennt. Und kennt. Viel besser macht sich «Blaues Juwel der Berner Alpen», wie das idyllische Gewässer in Prospekten und Broschüren vollmundig angepriesen wird. Bei schönem Wetter schimmert nämlich der 8 Hektaren kleine Bergsee, der aus zwei Teilen besteht und diese durch einen Naturdamm entzweit, wie ein Edelstein. Dann spiegelt sich in seinem klaren Wasser das Schreckhorn. Auch weitere stolze «Hörner» sind vom Bachalpsee aus zu sehen, etwa das Wetterhorn (3692 m) und das Finsteraarhorn (4274 m). Die Gegend um den See herum ist ebenfalls spannend, nämlich eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung.

Keine Bergbeizli unterwegs

Bergbeizli’s gibt es am Bachalpsee keine, wohl aber einfache Holzbänkli. Wer hier (s)einen Cervelat aus dem Rucksack geniesst und ins Blaue hinaus träumt, möchte mit keinem Gourmet-Lokal der Welt tauschen. Und ausserdem: Am Ziel der Rundwanderung steht ein Berggasthaus. Für alle kulinarischen Fälle…

Teddy B, Juni 2020

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