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Über dem Röstigraben kann man perfekt wandern – noch dazu auf einem «Rüebli». So heisst der markante Kalksteinfelsen wenige Kilometer entfernt von Gstaad. «Gstaader Dolomiten» werden die hiesigen Gipfel auch genannt.

DIE FAKTEN
Höhe: 2285 m.ü.M.
Lage: Gstaad-Saanenland/Pays-d’Enhaut – direkt am Röstigraben
Länge: 8 km bzw. 3 1/2 Std.
Anforderungen/Kondition: mittel (steile Wegstücke)
Anreise: Mit Auto oder ÖV bis Rougemont.
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DIE GANZE GESCHICHTE
Hast Du gewusst, dass es auch in der Schweiz Dolomiten gibt – noch dazu am Röstigraben? Und dass der mächtigste von ihnen «Rüebli» heisst oder besser Rüeblihorn? Die Romands ennet dem Röstigraben wiederum nennen ihn einfach «Le Rubli», und irgendwie klingt das viel lieblicher als dieser markante Kalksteinfelsen von nahem wirklich ist. Genau so, wie auch der Begriff «La Sarine» für die hier noch junge Saane einfach viel melodiöser klingt.

Ein Rüebli ennet dem Röstigraben

Das «Rüebli» und seine steinernen Kollegen thronen rund um Gstaad im Saanenland. Und werden von den Gstaadern werbeträchtig als «Gstaader Dolomiten» angepriesen – im Sommer und Winter. Deren Aussichtskanzel Videmanette erreicht man auf einer «saftigen» Bergwanderung von Rougemont her, einem echt charmanten Dorf, nur wenige hundert Meter vom Röstigraben oder acht Kilometer vom eher mondänen Gstaad entfernt.

Gstaader Dolomiten mit Best-Gipfel-Garantie

Der einfachste Weg zur Videmanette, wie die Aussichtsplattform auf über 2200 Metern gleich neben dem «Rubli» heisst, startet denn im waadtländischen Rougemont auf etwas mehr als 1000 Metern. Etwa 3 ½ Stunden muss man für den 8 Kilometer langen Aufstieg rechnen; die Tour führt erst durch schattige Wälder bis auf eine Anhöhe von rund 1800 Metern, und eine gute Ausrüstung samt Wanderstöcken lohnt sich! Hier geniesst man bei gutem Wetter ein Prachts-Panorama, präsentieren sich Spitzen und Zacken von Les Diablerets bis weit in die Berner Westalpen hinein. Fast so gewaltig wie vom Fribourger Moléson aus. Oder vom phantastischen Schächentaler Höhenweg aus, den ich im Winter erwandert habe. Das stattliche, 2285 Meter hohe Rüeblihorn kommt immer näher. Krönenden Abschluss bilden Blumen bestückte Alpwiesen und schliesslich ein eigentliches Geröllfeld.

Klettern oder Liegestuhl-Euphorie

KO vom harten Aufstieg? Zum Glück thront auf der Videmanette ein Berggasthaus samt Terrasse und Liegestühlen. Die Küche hat mich nicht umgehauen, ist aber solide und bestens gerüstet für den grossen Hunger «danach». Endlich Aug in Auge mit dem berühmten Rüeblihorn, zu dessen Füssen häufig Gemsen grasen. An den steilen Kalkwänden dagegen sind menschliche Wesen am Werk: gleich drei Klettersteige beginnen unmittelbar bei der Bergstation.

Dass von Rougemont her auch eine Gondel hinauf ins Glück führt, wollte ich natürlich nicht gleich verraten. Wandern ist schliesslich cooler…

Teddy B, Juli 2018

Weitere Tipps für Ausflüge im Waadtland:

Rossinière: Das XL-Chalet
L’Etivaz: Street-Parade
Pont Turrian: Alter Hänger
Chapelle Balthus, Rossinière: Nackte Wahrheiten

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