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Keine «grosse Sache», aber grosse Aussichten: Die Wanderung vom Kronberg (AI) nach Appenzell bietet einen Weitblick bis zum Bodensee. Fast ohne Anstrengungen…

DIE FAKTEN
Höhe: 1663 m.ü.M. (Kronberg) bzw. 780 m.ü.M. (Appenzell)
Lage: Appenzeller Alpen oberhalb von Jakobsbad
Route: Von Jakobsbad via Kronberg nach Appenzell; ca. 10 km bzw. 3 – 3 ½ Std.
Anforderungen/Kondition: leicht und meistens bergab (letztes Stück etwas steil)
Wanderkarten Region Kronberg: Buchhaus.ch – Schweizer Online-Buchhandlung
Besonderes: Top-Panorama auf den Säntis, Hohen Kasten und weite Teile des Appenzells bis zum Bodensee
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DIE GANZE GESCHICHTE
Man nennt ihn auch den «Familien-» oder «Ausflugsberg» des Appenzellerlandes. Nicht ganz so hoch wie der majestätische Säntis (2501 m.ü.M.), aber in Top-Sichtdistanz zum höchsten Berg des Alpsteins. Tatsächlich treffen sich am Kronberg Kreti und Bleti.

Kronberg: Energie garantiert

Dafür sprechen gleich mehrere Gründe: 1. Von der Haltestelle der roten Appenzeller Bahnen unten in Jakobsbad führt eine moderne Luftseilbahn in wenigen Minuten auf den Gipfel. 2. Eine Rodelbahn bei der Talstation – ähnlich wie auf der Fräkmüntegg oder in Moléson sur Gruyères – und ein grosser Spielplatz bei der Tal- und Bergstation sorgen für Fun bei Kids und Teenies. Kinder können sich auf dem Kronberg auf Schatzsuche machen, Erwachsene an mehreren Kraftorten Energie tanken. Zu den Attraktionen gehört auch ein Seilpark neben der Kronberg-Bahn in Jakobsbad. Allerdings hat der Sturm «Vaia» im Oktober 2018 grosse Teile zerstört, so dass die Anlage 2019 geschlossen bleibt. 3. Mehrere Einkehrmöglichkeiten. 4. Top-Panorama während (fast) der ganzen Wanderung. 5. Viele Wandertouren – darunter eine einfache Tour vom Kronberg nach Appenzell, die weitgehend abwärts führt.

Vom Kronberg (AI) heben Gleitschirmflieger ab.

Appenzeller Bauernmalerei – aber real

Der Wanderweg beginnt beim Gipfelkreuz bzw. beim Berggasthaus Kronberg auf 1663 Metern Höhe. Dort, wo auch viele Gleitschirm-Flieger abheben. Gigantisch ist von hier die Aussicht auf den Säntis, auch auf den Schäfler und den Hohen Kasten. Zur Linken öffnet sich eine sanfte Landschaft, die an die berühmte Appenzeller Bauernmalerei erinnert: Weich geschwungene Hügel, durchsetzt mit einzelnen Höfen und Baum bestandenen Partien. Und am Horizont geben sich sogar Teile des Bodensees zu erkennen; ohne dass man einen Schritt bergan gemacht hätte 😊. Denn für einmal darf man ruhigen Gewissens talwärts laufen.

Panorama total – bis zum Bodensee!

Deftige Kost unterwegs

Vom Gipfel aus geht es zunächst rund 45 Minuten abwärts auf breiten Wanderwegen. Vorbei an der lieblichen St. Jakobskapelle zum Berggasthaus Scheidegg am Fusse des Kronbergs. Fast 100 Jahre alt ist dieses schmucke Haus mit der charakteristischen Schindeln-Fassade und grosser Terrasse. Chäsröschti, Chässpätzli und hausgemachte Öpfelchüechli sind die hiesigen Spezialitäten, wobei Insider auf die Siedwürste schwören. Ich empfehle vor allem den «Scheidegger Huuskafi», bei dem weder an Schnaps noch an Rahm gespart wird 😊!

Zum Beispiel Chässpätzli: Berggasthaus Scheidegg.

Schatten-Rast im Tannenwald

Wer so viel Deftiges intus hat, bewältigt die nächsten zwei Wander-Stunden spielend – zumal die Aussicht top bleibt und der Wanderweg weiterhin abwärts verläuft. Zwischendurch auf schattigen Pfaden durch ein mit hohen Tannen durchsetztes Waldstück. Die letzte Etappe ist – zugegeben – stotzig. Der Pfad «verliert» sich fast in Wiesen und Weiden und wird relativ steil. Eindrücklich: Hin und wieder zeigen sich majestätisch Kühe auf der Krete.

Appenzeller Kühe: Real oder holzgeschnitzt?

Alles Käse oder was?

Nach einer knappen halben Stunde ist auch das geschafft und Appenzell erreicht.  Jene, die nur noch ihre Knie massieren und zurücklehnen möchten, besteigen am Bahnhof die Appenzeller Bahn; für alle anderen empfiehlt sich ein «Folklore-Shopping-Bummel» im Ort. Von Käse über Schnaps bis zu Holzschnitzereien gibt’s alles, was noch mehr Appetit auf diesen Kanton macht. Auch jenseits aller Wanderwege 😊. Wer zum Abschluss noch ein paar Minuten Kunst tanken möchte, besucht den originellen Tisch von Bildhauer Roman Signer – einen Tisch, der Kopf steht und Wasser spuckt.

Teddy B, Juli 2019

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