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Die kurze Wanderung vom Hotel «Klausenpasshöhe» im Urner Schächental zum Balmer Grätli auf 2200 Metern Höhe und zurück bietet Alpenidylle vom Feinsten.

DIE FAKTEN
Höhe: 1850 m.ü.M. (Hotel «Klausenpasshöhe») bzw. 2218 m.ü.M. (Balmer Grätli)
Lage: Klausenpass im Urner Schächental
Länge: ca. 2 km bzw. 1 ¼ Std. vom Hotel «Klausenpasshöhe» aus
Anforderungen/Kondition: leicht bis mittel (stetig an/absteigend), das obere Drittel etwas stutzig
Top 😊: Panorama auf das Urner Schächental, vom Balmer Grätli aus bis ins Muotathal samt Silberen und Glattalp
Karten über den Klausenpass:
Buchhaus.ch – Schweizer Online-Buchhandlung
Anreise: mit ÖV (Postauto 408) via Flüelen (UR) oder Linthal (GL) bis Station «Balm» (Klausen); der Wanderweg führt ca. 50 Meter oberhalb des Hotels von der Klausenpasstrasse ab. Parkplätze beim Hotel.
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DIE GANZE GESCHICHTE
Es sind nicht immer die happigsten Wanderrouten, die für ganz grosse Gefühle sorgen. Auch ein kurzer Trip führt zuweilen ins Glück. Das gilt garantiert für die knapp 1 ¼ stündige Wanderung vom Klausenpass – genau genommen vom Hotel «Klausenpasshöhe» aus – zum Balmer Grätli. Was sich hier auf Schritt und Tritt an Flora und Fauna zeigt, ist ehrlich Gänsehaut-verdächtig. Alpenflora vom Feinsten, Schmetterlinge in vielen Farben, und dazu ein Panorama, das man mit den Augen «auffressen» möchte!

Faszinierender Weitblick ins Urner Schächental.

Klausenpass: Einer der schönsten

Zu Recht gilt der Klausenpass – diese über 40 Kilometer lange Strecke vom Urner- hinüber ins Glarnerland – als eine der schönsten Passtrassen der Schweiz. An sonnigen Tagen kurven sie zu Hunderten bergan und -ab, die Motorrad- und Autofahrer. Zum Stau kommt es jeweils am frühen Abend; dann, wenn die einheimischen Kühe nach Hause in ihren Stall wollen und selbstverständlich «ihre» Passtrasse überqueren. Ausserdem beginnt hier der berühmte Schächentaler Höhenweg, der über 22 Kilometer hinunter nach Flüelen am Urnersee führt und ein Panorama der Extraklasse bietet.

Balmer Grätli: Der Welt entrückt auf 2218 Metern.

Balmer Grätli: Stetig bergan

Doch zurück zu unserer kurzen Wanderung: Sie führt zwar stetig bergan, ist aber einfach zu bewältigen, auch für Kinder – Trittsicherheit vorausgesetzt. In knapp 60 bis 75 Minuten ist das Balmer Grätli erreicht, ein «Gupf» von 2218 Metern Höhe. Auf Seite des Klausenpasses präsentieren sich von hier aus alle im Sonntags-Look, der Claridenstock und mehrere Zwei- und Dreitausender.

Von wegen tot: Neues Leben im nackten Felsen.

Viel Leben in totem Gestein

Aber auch die andere Seite fasziniert: Wo man zunächst nur eine Geröllhalde zu sehen glaubt, kriechen plötzlich Blumen und Gräser über Felsen und Steine – sobald man ein paar Schritte geht. Von hier aus kann man hinüber ins Muotathal blicken, Richtung Pragelpass mit den Karstfeldern der Silberen. Und zur Rechten ist die Glattalp zu sehen, die kälteste Alp der Schweiz. Jetzt könnt man weitergehen, eine halbe Wanderstunde, bis zur Ruosalper Chulm mit ihren verschiedenartigen Geländeformen.

Weitblick ins Muotathal bis zum Pragelpass.

Tischlein deck dich auf 2200 Metern

Man könnte, man muss nicht. Denn allein das Verweilen auf dem Balmer Grätli – ohne Beiz, ohne WC, ohne Picknickplatz – ist Sensation genug. Der Rucksack spuckt Käse, Wurst und Brot aus, ein flach geschliffener Felsblock wird zum «Tischlein deck dich», und weit, weit unten erklingt das vertraute Tatüütataa des Postautos auf der Klausenpassstrasse. Noch ist der Alltag ein ganzes Wanderweilchen entfernt…

Teddy B, August 2019

Top-Wanderungen im Urner Schächental:

Eggberge: Im Meer der weissen Krokusse
Schächentaler Höhenweg: Zu Besuch bei  Schneewittchen

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