Wer imposante An- und Aussichten mag, darf sich die «Schloss-Wanderung» auf dem Chestenberg zwischen Schloss Wildegg und Brunegg nicht entgehen lassen.

DIE FAKTEN
Lage: Hügelzug im Kanton Aargau zwischen Schloss Wildegg und Schloss Brunegg
Höhe: 387 m.ü.M. (Möriken) bzw. 647 m.ü.M. (Chestenberg)
Länge Wanderung: ca. 8 km bzw. 2 ½ Std.
Anforderungen/Kondition: einfach
Buch- und Spiele-Tipps: Burgchronik Schloss WildeggMonopoly Die Schweizer SchlösserWandern mit dem GA und dem Halbtaxabonnement (Burgen und Schlösser)
Verpflegungsmöglichkeiten unterwegs: nur im Sommer (Schloss Wildegg)
Anreise: Mit ÖV (Bahn) bis Möriken-Wildegg, mit dem Auto via A 3 (von Basel her) oder A 1 (Zürich/Bern) bis Möriken-Wildegg; Parkplätze beim Bahnhof (gebührenpflichtig)
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DIE GANZE GESCHICHTE
Für diese Wanderung muss man nicht Berg-erfahren sein. Trittsicherheit reicht. Die aussichtsreiche Tour dauert – je nach Tempo – zwischen 2 ½ und 3 Stunden. Unterwegs laden an bester Aussichtslage Holzbänke zum Pausieren. Und ein Raclette Plausch Open Air gehört – vorab in diesem Winter – zu den Highlights jeder Wanderung.

teddy-b.ch - Raclette Plausch Open Air
Heiss begehrt unterwegs: Raclette Open Air.

Chestenberg: Ein Weg, zwei Schlösser

Der Reihe nach: Die Rundwanderung von Möriken-Wildegg zu Füssen des imposanten Schloss Wildegg über den Chestenberg bis nach Schloss Brunegg und in waldigem Gelände zurück ist einfach. Zumal Schloss Wildegg von weither sichtbar ist. Den meisten dürfte dieses barocke Schloss aufgrund seiner prachtvollen Gärten bekannt sein; auch der ProSpecieRara Setzlingsmarkt lockt im Frühling jeweils Hunderte von Garten- und Schlossfans in den Rüeblikanton.

teddy-b.ch - Rundwanderung Chestenberg
Rundwandern von und bis Bahnhof Wildegg-Möriken.

Hallo, Waldrapp!

Im Winterhalbjahr ist Schloss Wildegg zwar geschlossen, Bewohner gibt es trotzdem. Nämlich Waldrappen und andere «schräge» Vögel. Sie bevölkern die hiesige Voliere. Hier durch führt auch der Wanderweg Richtung Chestenberg, stets leicht bergauf. Verlaufen kann sich niemand; einfach dem Wegweiser «Chestenberg» folgen oder den gelben Tafeln, die hier und dort auf eine «bronzezeitliche Höhensiedlung» hinweisen.

teddy-b.ch - Bronzesiedlung Chestenberg AG
Erinnerungen an die Bronzezeit:

Scherben aus der Bronzezeit

Auf diese trifft man unterwegs auf dem Gratweg nach rund 1 Stunde Gehen; tausende von Scherben sollen hier vor 70 Jahren gefunden und ausgegraben worden sein. Daran erinnert eine Erklärungstafel. Sonst sind keine «Zeugen» mehr zu sehen; ob sie wohl unter der Schneedecke begraben liegen?

teddy-b.ch - Chestenberg AG
Cooler Sitzplatz auf gefrorenen Pilzen.

Chestenberg: Wald & mehr

An seinem höchsten Punkt erreicht der Chestenberg 647 Meter; unter ihm oder vielmehr zu seinen Füssen liegen Aargauer Dörfer wie Möriken, Brunegg, Wildegg, Birr und Holderbank. Der bewaldete Hügelzug ist gerade mal drei Kilometer lang und «endet» beim Schloss Brunegg. Doch davon später.

Weitsicht bis zu den Alpen

Das Besondere an der Chestenberg-Wanderung: Wer sie im Winter geht, kann auf fantastische Weitblicke hoffen, da keine Blätter die Sicht «versperren». Auf der einen Seite sieht man etwa Schloss Habsburg, den Bözberg und gar bis zum Schwarzwald; auf der anderen Seite des Weges grüssen Schloss Lenzburg und am Horizont die (Berner) Alpen. Zwar führt die Wanderung Richtung Schloss Brunegg vorwiegend geradeaus, aber es ist ein ständiges Auf und Ab. Vorab entlang der Krete kann es in den Wintermonaten schon mal glitschig bis eisig werden. Abstürzen kann niemand, mit Ausrutschen aber muss gerechnet werden. Wanderstöcke sind deshalb empfehlenswert, feste Wanderschuhe ohnehin.

teddy-b.ch - Ausblick vom Chestenberg
Weitsicht: Via Lenzburg zu den Berner Alpen!
teddy-b.ch - Schloss Brunegg AG
Schloss Brunegg: Nur von aussen zu besichtigen.
teddy-b.ch - Chestenberg AG
Immer geradeaus auf der Krete.

Schloss Brunegg – leider kein Einlass

Das Ziel heisst Schloss Brunegg, ein schmuckes burgähnliches Schloss. Und viel kleiner als etwa Schloss Wildegg. Es thront an den felsigen Ausläufern des Chestenberges oberhalb von Brunegg. Leider können Besucher nur an seinen mächtigen Mauern empor staunen, erhalten aber keinen Einlass. Denn Schloss Brunegg ist seit Jahrzehnten in Privatbesitz.
Sei’s drum: Die Aussicht geniessen dürfen Wanderer trotzdem. Als Rückweg empfiehlt sich die Waldroute parallel zur Krete. Hier geht es vorwiegend geradeaus – und via Dorf Möriken zurück zum Bahnhof in Möriken-Wildegg.

Teddy B, Januar 2021



Teddy B Ausflugs- und Wanderziele im Aargau:

Linn & Linnerberg: Nix mit «Totenruhe»
Fricktaler Chriesiweg: Süffig wandern
Holzbrücke Turgi: Schöne Spinnerei
Alt Thierstein: Geschundene Schöne
Teddybärmuseum Baden: Familientreffen
Stapferhaus Lenzburg: Auf Heimatsuche
Lenzburg – Schloss Hallwyl: Höhenfieber
Aue Chly Rhy: Alles im Fluss
Pfrundspycher Ammerswil: Gotthelf im Aargau
Naturwaldreservat Teufelskeller, Baden: Lothar’s Erbe

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