Der «Apfelweg» in Altnau über dem Bodensee ist als Rundwanderung in drei Varianten begehbar. Und zur Blütezeit im Frühling ein Highlight für Jung und Alt.

DIE FAKTEN
Ort: Rund um das Dorf Altnau über dem Bodensee
Höhe:398 m.ü.M. (Altnau)
Ausgangspunkt + Ziel: Bahnhof Altnau
Länge/Zeit: Varianten von 2, 3, 4 km bzw. zwischen 1 und 2 Std.
Anforderungen/Kondition: leicht
Besonderes: Zwei der drei Strecken sind auch mit Bikes befahrbar
Teddy B Buchtipps: Alte Apfelsorten neu entdecktDas Apfelbuch: Alles über Äpfel und ApfelbäumeBodensee-Thurgau-Wanderkarte
Anreise: Mit ÖV oder Auto via Kreuzlingen nach Altnau (BH). Genügend (kostenpflichtige) Parkplätze. Variante: Mit dem Schiff (Anlegestelle 5 Gehminuten vom BH entfernt)
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DIE GANZE GESCHICHTE
Die meisten Schweizer kennen den Begriff «Mostindien». Warum der Kanton Thurgau diesen Übernamen (zumindest die erste Hälfte davon) trägt, wird bei einer Wanderung entlang dem «Apfelweg» klar. Oder besser: Auf einer von drei Varianten des «Apfelweges» in und um das Dorf Altnau. Denn ausgehend vom kleinen Bahnhof, treffen alle Wege irgendwann wieder zusammen. So dass man den einen Teil «Lisi», den andern «Emma» und den dritten «Fredi» widmen kann.

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Schilder unterwegs: „Lili“ zeigt, wo’s lang geht.

«Apfelweg» in drei Varianten

Altnau also. Ein Dorf, das sich mit alten Riegelhäusern und Bauerngärten schmückt und dessen moderne Einfamilienhäuser am Ortsrand von zahlreichen Neuzuzügern zeugen. Ein Dorf auch, das vor allem für seinen «Apfelweg» über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt ist. Denn hier ist – unübersehbar – Apfelland. Zur Zeit der Blüte im Frühling wird dieses an schönen Wochenenden regelrecht von Besuchern «geflutet».

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Apfel- und Birnenblüten.
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Hoch- und Niederstammbäume.

Immer einen Kirchturm vor sich

Zu Tausenden stehen Niederstamm-Bäume stramm, an denen Sorten wie Jonagold, Gala und Braeburn gedeihen. Auch zahlreiche alte Hochstamm-Apfel- und Birnbäume zieren die sanft hügelige Gegend, die von fast überall her den Blick über den Bodensee ermöglicht. Und wo Wanderer anhand von Kirchtürmen – etwa jenen von Altnau oder Langrickenbach – ihre aktuelle Position «bestimmen» können.

Unterwegs mit «Lisi» und «Emma» und «Fredi»

Zum «Apfelweg». Den gibt es in drei Varianten: Der eine heisst «Lisi», ist gerade mal vier Kilometer kurz, und verläuft östlich von Altnau. 14 Stationen entlang dieser «roten» Route machen vertraut mit der Arbeit von Obstbauern rund ums Jahr. «Emma» wiederum ist «grün», verläuft westlich des Dorfes und erzählt so einiges über Wild- und Honigbienen. «Fredi» schliesslich, die «gelbe» und mit zwei Kilometern kürzeste Route, führt mitten durch Altnau und stellt verschiedene Apfel- und Birnensorten vor.

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Drei Routen stehen zur Auswahl.

Streckenabschnitte kombinieren

Hin und wieder treffen die Wege aufeinander, so dass die «Wanderung» beliebig verlängert oder verkürzt werden kann. Dass hier auf den Apfelwegen auch «Kinderland» ist, beweisen die Attraktionen entlang der Strecke. Auf Baumstämmen balancieren, Obstpaare suchen (Memory) oder die Erde erforschen: All das soll für (noch mehr) Spass am Wandern sorgen.

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Spannender wandern mit „Memory“ am Weg.

Hofläden und Besenbeizen

Gegen Hunger und Durst sind Wanderer ebenfalls gewappnet: dank Hofläden und (Besen-)Beizlis entlang der Strecke. Sogar einen kleinen Streichelzoo gibt es unterwegs. Und immer wieder Kinderwagen samt «Anhang». Denn der «Altnauer Apfelweg» ist aufgrund seiner Breite für solche Gefährte wie auch für Velos gut befahrbar. Doch weil die drei Routen alle nahe beieinander ver- und später wieder ineinander überlaufen, verteilt sich die Masse. Wer es etwas ruhiger mag, verläuft sich dabei bewusst in einzelne Waldabschnitte. Dort gehört einem «Mostindien» für ein Weilchen ganz allein.


Teddy B Tipps:

1.
Lade Dir vor Deinem Besuch einen Flyer herunter; so hast Du die drei Routen präsent.

2.
Besorg’ Dir «Deinen» Flyer physisch und trage ihn mit. Am Bahnhof in Altnau liegen Flyer unterhalb einer Info-Tafel für Besucher aus.

3.
Verlass’ Altnau auf keinen Fall, bevor Du den kleinen (Yacht-)Hafen besucht hast! Dieser liegt nur 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt und bietet – nebst Beizlis – einen weiteren Superlativ: Den mit 270 Metern längsten Steg am Bodensee.

4.
Mach‘ Dich vorab telefonisch bei «Madame Bluescht» (Info-Stelle) über den aktuellen Blütenstand schlau.

5.
Falls Du die Blütezeit verpasst hast: Auch zur Zeit der Ernte im Herbst verspricht eine Wanderung entlang dem «Altnauer Apfelweg» ein appetitliches Erlebnis.

Teddy B, April 2021

Teddy B Ausflugs- und Wandervorschläge im Thurgau:

Panoramaweg Langrickenbach: See und Berge
Klosterinsel Werd: Im Chatroom mit Gott
Gottlieben: Kaiser und Knusperkönige
Gottlieber: Süsse Runde
Vogelschau-Fahrt: Potpourri am Bodensee
Nussbaumersee: In bester Gesellschaft
Bichelsee: Zürcher im Tannzapfenland

Teddy B – auch präsent auf FacebookInstagram und mit Videokanal!

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