Wer gerne wandert, aber keine «unüberbrückbaren» Hindernisse und Steigungen bewältigen möchte, ist mit dem Amdener Höhenweg (SG) bestens bedient.

DIE FAKTEN
Höhe: 903 m.ü.M.
Lage: Hoch über dem Walensee im Kanton St. Gallen
Länge: 9 km bzw. 2 1/2 – 3 Std.
Anforderungen/Kondition: leicht. Aufstiege: 340 m, Abstiege: 360 m
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Anreise: Mit dem Auto über die A3 via Weesen nach Amden und weiter bis Amden Arvenbühl. Mit der Bahn nach Ziegelbrücke (GL) und weiter mit dem Bus nach Amden Arvenbühl
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DIE GANZE GESCHICHTE
Diese rund 3-stündige Tour führt von/bis Amden auf 900 Metern Höhe und kann von zwei Ausgangspunkten aus begangen werden. Ich starte meistens in Amden Arvenbühl, 11 Postautominuten oder 300 Meter oberhalb des Dorfes Amden. Rund 9 Kilometer umfasst der Trip, und das Panorama ist geradezu phänomenal: Diverse Zwei- und Dreitausender grüssen von nah und fern, hin und wieder erspäht man den glitzernden Walensee, und von einem Punkt aus blickt man gar weit in die Talschaft des Toggenburgs hinein. Spannend auch: Die majestätischen Churfirsten präsentieren sich aus einer ganz anderen Perspektive.

Auerhuhn und Krüppelkiefern

Mehr als beeindruckend ist auch das Hochmoor, das man unterwegs durchquert. Spätestens seit meinem Besuch des Hochmoors Wolzenalp im Toggenburg bin ich ein Moor-Fan, auch der Moorsee Etang de Gruère wenige Kilometer ausserhalb von Saignelégier im Jura hat mich fasziniert.
Im hiesigen Hochmoor entlang dem Amdener Höhenweg wachsen Pflanzen wie der Sonnentau und Wollgras; besonders bekannt sind die Legföhren, die zu Tausenden über den Boden zu kriechen scheinen und die häufig despektierlich und zu Unrecht als «Krüppelkiefern» bezeichnet werden. Dabei sind sie Teil eines eigentlichen «Märchenwaldes» und bedeutenden Naturschutzgebietes. Auch das gefährdete Auerhuhn darf sich hier sicher und heimisch fühlen. Ich hätte mir so gewünscht, eines «persönlich» anzutreffen, doch dieses Glück war mir nicht vergönnt. Aber auch ein Nickerchen im hohen Gras ist nicht zu verachten: eine Art von «natürlich schlafen» ganz ohne Wände.

Bergbeizli und Nussgipfel

Einen Wermutstropfen gibts allerdings auch: Vorab an Sommer-Sonntagen ist die Strecke total überlaufen – von beiden Seiten her. Es lohnt sich deshalb, einen anderen Tag für den «Ammeler Höhenweg» auszuwählen. Dann sind auch die Bergbeizli unterwegs und am Ziel kaum voll besetzt. Und man kann seinen Kafi Güx in aller Ruhe geniessen.

Teddy B, Juni 2018


Weitere spannende Naturschutzgebiete:

Lac de Derborance: Golden Eyes
Tschingelsee: Feuchtgebiete
Schloss Wildenstein: Eichen-Oldies
Klosterinsel Werd: Im Chatroom mit Gott
Pragelpass: Tarzan im Schweizer Urwald
Wolzenalp: Barfuss durchs Moor

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