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Gibt es sowas wie «verzauberte» Alpenpässe, richtige Urwälder und besonders wilde Wasser in der Schweiz? Klar doch: Nämlich dort, wo der Pragelpass durchführt – ein 35 Kilometer langer Gebirgspass zwischen den Kantonen Schwyz und Glarus.

DIE FAKTEN
Höhe: 1548 m.ü.M. (Passhöhe)
Lage: Gebirgspass zwischen dem Muoatal (SZ) und dem Klöntalersee (GL)
Besonderes: Bödmeren Fichtenurwald – der grösste subalpine Fichtenurwald Mitteleuropas
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DIE GANZE GESCHICHTE
Die Geschichte beginnt zuhinterst im Muotatal; jenem Tal lange nach Schwyz, das seinen Namen einem Fluss verdankt. Der hiess ursprünglich Muoth-Ah, was so viel heisst wie «Wildes Wasser». Und weil dieses wilde Wasser damals wie heute durch ein Tal floss und fliesst, kam das Wilde-Wasser-Tal oder eben Muotatal zustande. Nicht-Muotataler kennen die kantigen Wetterschmöcker, auch das Hölloch, diese mit fast 200 Kilometern Länge viert grösste Karsthöhle der Welt. Und dann ist bald mal Schluss.

Pragelpass: Ein harter Brocken

Dabei geht es über dem Hölloch erst richtig los – eben dort ganz zuhinterst im Tal. Wo der Pragelpass allmählich ansteigt. Mit 18 Prozent Steigung ist der Kerl ein harter Brocken, und Autofahrer tun gut daran, ihn auf der schmalen Strasse vorsichtig anzugehen. Vor allem auf den ersten Kilometern. Samstag und Sonntag darf man den Pass übrigens nur von der Schwyzer Seite her befahren. Und unternimmt vielleicht erst noch einen Ausflug auf den Stoos bzw.zum Stoos-Seeli; dorthin, wo der erste Teil der Strecke mit der steilsten Standseilbahn der Welt – der Stoos-Bahn – in Angriff genommen werden kann! Und anschliessend ganz hinauf zum Fronalpstock.

Der grösste Fichtenurwald Mitteleuropas

Die Zahlen und Fakten zum Pragelpass hören sich unspektakulär an: Der Gebirgspass verbindet auf rund 35 Kilometern die Kantone Schwyz und Glarus, seine Passhöhe ist mit knapp 1500 Metern nicht eben berauschend. Wohl aber die Aussichten; von hier aus kann man spektakuläre Wandertouren auf die Silberen unternehmen, eine in der Schweiz einmalige Karstlandschaft. Im tiefer gelegenen Teil des Karstgebietes gibt es gar einen richtigen Urwald. Bödmeren Fichtenurwald heisst dieser und gilt als grösster subalpiner Fichtenurwald Mitteleuropas. Über 500 jährige Bäume wurzeln hier, auch Moose, Flechten und Farne. Würde plötzlich Rotkäppchen aus dem Grün heraus purzeln, es wunderte mich nicht. Lauter Top-Sujets für einen Fotokalender. Oder eine Fototasse. Oder ein Fotoposter 🙂 …

Nach dem Pass hinunter zum Nass

Aber ich suche nicht Rotkäppchen, sondern die Passhöhe. Dort steht eine trutzige Kirche, dort erwartet mich auch das Restaurant «Pragelpasshöhe», ein familiärer Bauernbetrieb. Und weit verstreut im Grün grasen Kühe – Idylle pur, begleitet von Dutzend fachem (Kuh-)Glockengeläute.
Mein nächstes  Ziel heisst Glarus, weitere 22 Kilometer von hier entfernt. Nach einer endlos schönen Fahrt durch das Grün schlängelt sich die Strasse hinunter ins Glarnerland. Genauso verzaubert wirkt der Klöntalersee, dieser Natursee, der seine Geburt einem Bergsturz verdankt. Aber das ist wieder eine andere Geschichte…

Teddy B, Juli 2018

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