Neusiedlersee (A/HUN): Bären auf Vogeljagd

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Vögel «fischen» am Neusiedlersee? Klar doch! Dieser grosse Steppensee auf österreichischem und ungarischem Grund bietet auch vielen Vögeln Zuflucht und Heimat. Mit einem Velo lassen sich die Hot Spots besonders gut erkunden.

DIE FAKTEN
Name: Steppensee, einer der wenigen Europas
Höhe: 115 m.ü.M.
Lage: Auf österreichischem und ungarischem Grund
Fläche: 315 km2
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DIE GANZE GESCHICHTE
Der See, den ich meine, ist einer der wenigen Steppenseen in Europa und ziemlich gross. Fast viermal so gross an Fläche wie der Zürichsee. Und dieser hält sich ja auch schon für stattlich. «Mein» See liegt teils auf österreichischem, teils auf ungarischem Gebiet. Und ist gerade mal 1.50 Meter tief – maximal. Neusiedlersee heisst dieses einzigartige Gewässer, das zum UNESCO Welterbe gehört und gleich zwei Nationalparks sein eigen nennt: Den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel  und den Fertő-Hanság Nationalpark. 

Einst war hier alles Meer

Weil der Neusiedlersee so «un-tief» ist, haben sich über die Jahrhunderte riesige Verlandungszonen mit gigantischen Schilfbeständen entwickelt. Auch «Lacken»; so heissen die vielen kleineren Feuchtbiotope in der Gegend. Salzhaltige Seen, die immer mal wieder austrocknen und an jene Zeit vor Jahrmillionen erinnern, als hier Meer war. In der weiteren Umgebung des Neusiedlersees dominiert Steppenvegetation.

Seeschwalben jagen und Rohrdommeln klagen

Diese Vegetation gefällt nicht nur Touristen und Teddybären, sondern auch Vögeln. Die Vogelvielfalt am Neusiedlersee ist überwältigend, unzählige von ihnen brüten hier, darunter Rotschenkel und Weissstörche. Über dem Wasser jagen Seeschwalben und Rohrweihen. Und wenn es aus dem Schilf dumpf «mmmp, mmmp» klingt, ist das bestimmt eine klagende Rohrdommel.

Tanzende Grosstrappen auf Brautschau

Ich habe also mit Freude und Freunden Vögel «gejagt», bewaffnet mit Feldstecher und Spektiv. Und habe Exemplare gesehen, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt. Eine tanzende Grosstrappe auf Brautschau, einen eleganten Säbelschnäbler. Da waren auch Kiebitz, Wiedehopf, die farbenprächtigen Bienenfresser und tausend weitere gefiederte Schönheiten. Einen kleinen Teil dieser aussergewöhnlichen Piepser dürfen wir auch im schweizerischen Leuk (VS) beobachten.

Warum ich Euch davon erzähle? Ich möchte Euch einladen, einzutauchen und zuzuhören. Diesem Potpurri aus tausend Stimmen und Stimmungen, das so einzigartig ist wie jeder einzelne Vogel auf unserem Planeten. Schützen wir sie, so gut wir können!

Teddy B, Mai 2017

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5 Kommentare

  1. Ich möchte schon lange mal an den Neusiedlersee; kann mir jemand einen Hotel-Tipp geben? Möglichst ruhig und klein und nicht in einem grösseren Ort gelegen.

    • Vielen Dank, Ursula, es freut mich, wenn ich mit meinen Bildern, Fotos und Videos Lust aufs Reisen machen kann!

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