Montafon (AT): Schlaflos am Wiegensee

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Gewiss, im Montafon kann man perfekt wandern. Aber dieses Tal im österreichischen Vorarlberg bietet noch weit mehr Aktivitäten!

DIE FAKTEN
Lage: Vorarlberg (Österreich) – ein 39 Kilometer langes Tal inmitten der drei Gebirgsgruppen Verwall, Rätikum und Silvretta
Höchster Berg: Piz Buin – 3312 m.ü.M.
Anreise: Mit SBB oder Railjet der ÖBB nach Bludenz, anschliessend mit der Montafonerbahn nach Schruns. Von dort sind die weiteren Dörfer per Bus erreichbar. Mit dem Auto durchgehend befahrbar
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DIE GANZE GESCHICHTE
Wer sich auf ins Montafon macht, muss Natur und Bewegung lieben! Denn in diesem Vorarlberger Tal geht’s von überall her hoch hinaus. Schliesslich treffen hier gleich drei Gebirgstruppen aufeinander: Verwall, Rätikum und Silvretta. Die Dörfer tragen klingende Namen wie Silbertal, Gaschurn und Partenen und haben teils Bilderbuch-Charakter. Auf einer Vielzahl von Wanderungen lernt man die schönsten Flecken kennen. Doch hat dieses Tal mehr als «nur» Wanderungen zu bieten. Teddy B hat 8 Tipps aus dem ABC zusammengetragen – für einen «bunten» (Herbst-)Ausflug ins Montafon.

Adolf Zudrell hat ein Herz für den Montafoner Dialekt.

1. «D» wie Dialekt

Ein harmonisch-liebenswert klingendes Vielerlei aus schwäbisch-alemannischen Dialekt und ergänzt durch Überreste von Rhätoromanisch machen den Montafoner-Dialekt zu einer Besonderheit innerhalb der österreichischen Dialekte. Er wurde deshalb von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Einen «Original-Happen» Muntafoner gibt’s bei Adolf Zudrell, Seniorchef des Panoramagasthofes Kristberg; er erzählt in der nahen Kapelle St. Agatha die leidvolle Geschichte der Bergknappen (Bergmänner), die hier vor über 1000 Jahren Erz und Steinfarben geschürft haben. Infos zum Kristberg

Gigantische Aussicht: Mit dem E-Mountainbike einfach(er) zu geniessen.

2. «E» wie E-Mountainbike

Bartholomäberg gilt als «Sonnenbalkon des Montafons»; eine (geführte) E-Mountainbike-Tour gehört denn zu den «heissesten» hiesigen Ausflügen. Die Strecke führt rund 40 Kilometer über asphaltierte Strassen sowie Schotter- und Waldwege. Tröstlich zu wissen: Wenn (fast) nichts mehr geht, schaltet man den «Turbo» rein – und weiter geht’s! Phantastisch auch die Aussichten von unterwegs, etwa zu Gipfeln wie Zimba und Schesaplana.
Ausgangspunkt/Ziel: Tourismusinformation Schruns.

Am Kristberg ist währschafte Küche angesagt.

3. «K» wie Kulinarik

Was tun, wenn man mal keine anstrengenden Touren unternehmen möchte? Der als «Geniesserberg» titulierte Kristberg auf 1400 Metern Höhe ist ein lohnendes Ziel. Zusammen mit einem Naturführer macht man sich von hier aus auf die Suche nach Pilzen und Kräutern, welche danach im gleichnamigen Panoramagasthof verarbeitet werden.
Ausgangspunkt/Ziel: Talstation Kristbergbahn Silbertal.

Eins mit sich und der Natur: Aussicht vom Kristberg im Montafon.

4. Montafon: «M» wie Mythen

Der Kristberg hoch über dem Silbertal ist auch reich an Sagen und Mythen. Auf einer Wanderung entlang dem Sagenweg leben diese Mythen wieder auf – Top-Panorama garantiert. Im Hochsommer finden geführte Wanderungen statt, im Herbst ist die Wanderung auch individuell zu machen.
Ausgangspunkt/Ziel: Talstation Kristbergbahn Silbertal.

Kirche-St.-Bartholomäus: Der liebe Gott hat mitgestaltet.

5. «P» wie Pfarrkirche

Die älteste Siedlung der Talschaft trumpft auch mit der ältesten Barockkirche im Montafon auf: Die Pfarrkirche Hl. Bartholomäus thront auf 1000 Metern Höhe im Dorfzentrum von Bartolomäberg. Deren barocker Hochaltar im Innern ist ebenso eindrücklich wie die Aussicht zu den Gebirgsgruppen Rätikon und Silvretta.
PS: Im Herbst gelten (geführte) Wanderungen auf das Muttjöchle (2074 m.ü.M.) als Geheimtipp für Fans des «Indian Summer».

Entspannen im Sporthotel Silvretta Montafon (Foto: Sporthotel Silvretta Montafon)

6. «R» wie relaxen

Falls es zwischendurch mal nichts ist mit «goldenem» Herbst, taucht man im «Gold Spa» ab: Das Sporthotel Silvretta-Montafon ganz «hinten» im Tal in Gaschurn ist DER Ort zum Abtauchen und Auftanken. Schöne Zimmer mit Ausblick, Top-Küche und ein riesiges Spa sorgen für Entspannung pur! Samt Hallenbad, Schwitzstube, Infrarot-Kabine und dem einzigen Tepidarium Vorarlbergs. Infos

Schnapspfarrer-Joe Egle schwört auf seine “heiligen” Wässerchen.

7. «S» wie Schnaps
Wo gibt’s denn sowas: Einen Pfarrer, der Kräuter, Wurzeln und Beeren zu Schnaps brennt! Und diese «Heil-Wässerchen» zuhause verkauft. «Pfarrer Joe» in Gaschurns hat sich seit 35 Jahren diesem Hand-Werk verschrieben und in seinem Zirbe-Schrank (Arve) über 50 Sorten stehen. Von Pfefferminze über Nuss bis zu Wachholder und Vogelbeere. Adresse? Der Pfarrhof neben der Kirche.

Wiegensee, eines der natürlichen Aushängeschilder des Montafon.

8. «W» wie Wiegensee

Der älteste Natur-Stausee im Montafon liegt auf 1950 Metern Höhe und will er-wandert werden: zum Beispiel auf einer 6 ½-stündigen Tour durch das gleichnamige europäische Naturschutzgebiet zur Verbellaalpe. Mystische Momente in diesem einzigartigen Moor-Biotop sind garantiert – besonders, wenn man sich einer Naturführerin anschliesst (nur im Sommer). Mit Wanderkarte und Picknick bestückt, lässt sich diese Tour auch im Herbst unternehmen. Eindrücklich: Top-Ausblicke unterwegs auf die Silvretta Hochalpenstrasse zum Vermuntsee. Mit etwas Glück kriegt man sogar die seltenen Steinadler zu Gesicht.
Ausgangspunkt/Ziel: Partenen (Talstation Talamuntbahn). Kleidung? Mit dem Zwiebelschalen-Prinzip fährt bzw. wandert sich’s am besten 🙂 .

Ein Tipp zum Schluss: Von Mai bis November bietet das Gästeprogramm BergePLUS täglich wechselnde Erlebnisse für Erwachsene, Familien und Kinder.
Infos

Teddy B, Oktober 2019

Teddy B Videos aus aller Welt:

Beruwela: Ohmm, Ayurveda!
Il Postino: Wiedersehen auf Salina
Hühnerkrallen am Amazonas
Neusiedlersee: Bären auf Vogeljagd
Versilia: Oh, sole mio!
Valencia spielt verrückt
Royal Clipper: Ahoi, Kolumbus!
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