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Wo ist Zürich typischer? In Schwamendingen oder Zollikon? Die interaktive Permanent-Ausstellung «Einfach Zürich» im Landesmuseum Zürich hat es an und in sich. Und vermittelt selbst Einheimischen neue Erkenntnisse. Top: Der Besuch ist gratis.

DIE FAKTEN
Ausstellung: Einfach Zürich
Ort: Landesmuseum Zürich – gegenüber vom Hauptbahnhof
Öffnungszeiten
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DIE GANZE GESCHICHTE

Hast Du gewusst, dass die weltberühmte WC-Ente eine Erfindung aus der Limmatstadt ist? Dass Schriftsteller Thomas Mann seiner «störrischen Verdauung» wegen hierher kam und in der Bircher-Benner Klinik tapfer Müesli schluckte? Und dass Alfred Escher, dem wir unter vielem anderen die Schweizer Bank Credit Suisse (ehemals Schweizerische Kreditanstalt) und den Gotthardtunnel verdanken, im hiesigen Belvoirpark aufwuchs?

Einfach Zürich: Pfungen ist für Dich da 🙂

Ausserdem stellen sich über 20 Gemeinden rund um Zürich in kurzen bewegten Episoden selbst vor, präsentiert auf einem Puzzle aus Bildschirmen über eine ganze Wand hinweg. «In Pfungen ist man füreinander da» verheisst der 2600 Seelen-Ort Pfungen bei Winterthur etwa. Und zeigt ein witziges Mini-Video über einen Eingenickten am Bahnhof, dem eine gute Seele seine Rübli samt Saft sichert 😊. Während auf dem Zürcher Sechseläutenplatz ein (offensichtlich) Deutscher samt entsprechender Tasse seinen Kaffee trinkt und das «fast wie zu Hause» findet. Praktisch: Die Videos laufen in Endlos-Schlaufe.

Syphilis und WC-Ente

Im nächsten Raum können sich Besucher an Bildschirmen per Touchscreen selbst «bedienen» und Geschichten multimedial erzählen lassen: Etwa jene der Jugendbewegung in den siebziger Jahren. Und jene von Heidi und dessen weltweitem Erfolg. Auch von den italienischen Gastarbeitern, die längst nicht erst in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach Zürich kamen, um beim Aufbau der «modernen» Stadt mit zu tun. Selbst von Prostitution und Syphilis wird erzählt – und natürlich von Zürich als Bankenstadt. Von Urs Eggenschwyler (1849 – 1923), diesem Bildhauer, Löwen-Fan und Stadt-Original, der selber Löwen hielt und einige der schönsten Löwen-Denkmäler von Zürich schuf. Bestimmt kennen alle seinen prächtigen Löwen im Zürcher Hafen Enge, eines der Wahrzeichen der Stadt. Oder jene vier Exemplare auf der Stauffacher-Brücke. Wie lässt sich diese Ausstellung einfach beschreiben? Als ein buntes, spannendes und unterhaltsames Sammelsurium an Zürcher Fakten, Anekdoten und Persönlichkeiten aus vergangenen und aktuellen Zeiten.

Punktwolken für sphärische Erlebnisse

Im hintersten Raum wird Zürich sogar sphärisch. Man kriegt das Gefühl, Wände und Ebenen durchschreiten zu können, lernt den Hauptbahnhof mit all seinen Ebenen kennen, den Lindenhof, das Tösstal… – und ist fasziniert! Laserscanning nennt sich diese Methode, entwickelt von der Zürcher ETH. Ich habe nicht wirklich kapiert, wie sowas geht; schon in der Ausstellung von Pipilotti Rist konnte ich vieles nur mit den Sinnen erahnen, statt mit dem Geist zu verstehen. Egal. Das Erlebnis zählt – und das ist weit mehr als «einfach Zürich».

Ein Pluspunkt zum Schluss: Die Permanent-Ausstellung ist gratis – und in 4 Sprachen. Also geht hin und hinterlasst bitte hier einen Kommentar. Alle Teddy B Fans sagen danke!

Teddy B, März 2019

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