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Sprach man früher von Les Diablerets, so ist es heute «Glacier 3000» und damit ein beliebtes Skigebiet in den Waadtländer Alpen. Hier auf 3000 Metern Höhe kann man selbst im Hochsommer Winter- und Gletscher-Feeling erleben.

DIE FAKTEN
Höhe: 2965 m.ü.M.
Lage: Waadtländer Alpen
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DIE GANZE GESCHICHTE
Einer meiner liebsten Gletscher ist der Tsanfleuron-Gletscher. Nie gehört? Dann sage ich «Glacier 3000», und schon bimmelts, oder nicht? Früher sprach man einfach von Les Diablerets, so heisst auch der kleine Familienferienort zu Füssen der Bergpracht. Das klang natürlich nicht so spektakulär wie Glacier 3000. Konnte ja kaum ein Auswärtiger aussprechen, schon gar kein Tourist. Deshalb wohl der coole Namenswechsel.

Tsanfleuron-Gletscher: Im ewigen Eis gefangen

Das Skigebiet im Herzen der Waadtländer Alpen mit Pisten zwischen 1350 bis 3000 Metern gehört denn längst zu den eiskalten Highlights Schweizer Schneesportler. Und hat auch schon traurig-schaurige Schlagzeilen geliefert – etwa im Jahr 2017. Als das ewige Eis des Tsanfleuron-Gletschers nach einem Dreiviertel Jahrhundert die Überreste eines Ehepaars frei gab. Gruselig und faszinierend zugleich.

Les Diablerets: Skivergnügen zwischen November und Mai

So lange will ich natürlich nicht bleiben! Nur mal einen Tag abhängen, noch dazu im Hochsommer. Schnee riechen, berühren, geniessen. Solange der Gletscher noch da ist, der. Im Jahr 1998 hat sich das «ewige» Eis über eine Länge von mehr als drei Kilometern ausgebreitet, sind Skifans 365 Tage lang über die weisse Pracht gebrettert. Tempi passati. Heute sind die Pisten nur noch von November bis Mai offen.

Hinauf zum Himmel mit der Gondel

Die meisten Deutschschweizer nehmen die Anreise via Saanen (BE) in Angriff. Etwas mehr als 30 Kilometer umfasst die Passstrasse Richtung Col du Pillon. Weil mir die Waadtländer Alpen besonders gefallen, wähle ich die Strecke von Château-d’Œx im idyllischen Pays d’Enhaut und über den Col de Mosses. Von der Passhöhe des Col du Pillon auf über 1500 Metern Höhe hebt die Seilbahn ab, die mich in andere, himmlische Welten hieven soll. Hinauf zur Bergstation des Scex Rouge, einem fast 3000 Meter hohen Gipfel im Diablerets-Massiv. Eine Viertelstunde dauert die Fahrt, wobei «fliegen» vermutlich passender wäre. Denn mit jedem Meter Höhe eröffnen sich neue Perspektiven. So dass ich mich nach der Ankunft erst mal fassen und überlegen muss, wohin. So viele Highlights wollen besichtigt werden.

Über die längste Gipfel-Hängebrücke der Welt

Deshalb auf zum Peak Walk und damit zur –  laut Eigenwerbung – längsten Hängebrücke der Welt, die zwei Gipfel miteinander verbindet! Das Himmelswerk eines Uhrensponsors ist über hundert Meter lang und soll bis zu 300 Leute tragen. Darunter nichts als Abgrund. Und Nervenkitzel, Hühnerhaut, Faszination. Glücklicherweise bin ich ein paar Momente allein auf der Brücke, so dass das gefürchtete Schwanken ausbleibt. «Drüben» beim Ziel-Gipfel überkommt mich wahre Rührung. So wie damals auf dem Igl Compass. Und ansatzweise auch auf der Zentralschweizer Bannalp. Das Panorama ist schlicht phantastisch; immer wieder schälen sich «neue» Gipfel aus den Wolken. Eiger, Mönch und Jungfrau, Matterhorn, Mont Blanc und Dutzende weitere. Irgendwann gebe ich es auf, auf den Info-Tafeln noch einen zu entdecken. Und noch einen.

Berggipfel und Nussgipfel

Denn es gibt noch mehr zu entdecken; den Tsanfleuron-Glescher, der jetzt in voller Pracht vor mir liegt; auch im Sommer kann man ihn begehen oder mit Hundeschlitten Runden ziehen. Und schliesslich das dreistöckige Restaurant des Schweizer Stararchitekten Botta, das so heisst wie sein grosser Meister. Riesig sind die Fenster, toll der Ausblick auf Gletscher und Eis, und auch kulinarisch soll «Botta» top ein. Mir reichen ein heisser Kaffee samt Nussgipfel. Gipfel-Erlebnisse hatte ich heute genug…

Teddy B, Juli 2017

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