Von Eggberge nach Biel-Kinzig: Fünf Top-Gründe für eine Wanderung entlang dem berühmten Schächentaler Höhenweg (UR). Auch in einzelnen Etappen.

DIE FAKTEN
Höhe: 1446 m.ü.M. (Eggberge) bzw. 1720 m.ü.M.(Biel)
Lage: Sonnenterrasse über Altdorf bzw. dem Klausenpass (UR)
Länge: 8 km bzw. 3 – 3 ½ Std.
Anforderungen/Kondition: leicht – mittel
Besonderes: 4 Seilbahnen am Weg
Anreise: via Flüelen (UR); mit ÖV bis Flüelen bzw. Bushaltestelle «Flüelen Eggberge», mit Auto direkt zur Talstation (viele Parkplätze).
Fahrplan SBB
Anreise planen

DIE GANZE GESCHICHTE
Die Urner sind ein besonderes Völkchen. Mit «Eggberge» meinen sie keine Berge, sondern einen Weiler hoch über Altdorf. Mit Panorama-Sicht auf das Reusstal und den Urnersee. Und der Ort am anderen Ende der Wanderstrecke heisst zwar Biel, ist aber alles andere als zweisprachig. Denn hier ist Urnerland, beherrschen «ü»’s und «ä»’s den Dialekt. Was für auswärtige Gäste manchmal schwierig zu verstehen ist. Aber schliesslich geht’s ums Wandern: auf dem Schächentaler Höhenweg. Und für diese Wanderung gibt es mindestens (!) 5 Gründe:

1. Eggberge: Panorama garantiert!
Aussicht garantiert! Das betrifft den Start (oder das Ziel) auf der Sonnenterrasse Eggberge hoch über dem Reusstal. Das betrifft auch die Hüenderegg, den mit 1784 Metern Höhe höchsten Punkt der Wanderung. Das gilt schliesslich für den weiteren Verlauf der Wanderung – bis hin nach Biel-Kinzig auf 1700 Metern. Auch hier reicht die Panoramasicht vom Clariden – Grossen Windgällen über den Titlis bis zum Uri Rotstock. Hardcore Wanderer könnten noch weiter gehen bis zum Klausenpass. Eine Sache von fast sieben Stunden!

Gipfelkreuz Hüenderegg (UR)
Gipfelkreuz Hüenderegg (UR) auf 1784 Metern Höhe.

2. Wandern für alle
Die Wanderwege sind breit, gut ausgeschildert und auch für Wander-Einsteiger problemlos machbar. Zwar geht es auf dem ersten Stück zwischen Eggberge und Hüenderegg zügig bergwärts (Höhenunterschied über 400 Meter). Aber es gibt keine gefährlichen Pfade, steilen Abhänge oder gar Kletterpartien zu bewältigen.

Eggberge (UR) - Biel-Kinzig
Wald inbegriffen: Schächentaler Höhenweg.

3. Bergbahnen à discrétion
Besonders praktisch: Wer keine Lust zum weiter wandern mehr hat, gondelt zurück ins Tal! Gleich vier kleine Seilbahnstationen stehen entlang der Wegstrecke. Ausserdem kann man mit einem Billett Anschluss für alle kaufen – inklusive Rückfahrt zum Ausgangspunkt mit dem Postauto! Zwei der vier Bahnen haben wir bereits im Winter ausprobiert: Die Luftseilbahn Ruogig-Fleschsee und Spiringen-Ratzi.

Seilbahn Eggberge (UR)
Eine von 4 Seilbahnen am Weg: Seilbahn Eggberge.

4. Attraktionen am Weg
Entlang dem Höhenweg gibt es Spannendes zu sehen. * Zum Beispiel drei prächtige Gipfelkreuze zwischen Eggberge und Biel. * Den idyllischen Fleschsee mit Picknickstellen (Achtung; gut besucht!). * Eidechsen und Schmetterlinge in bunter Vielfalt. * Weite Heidelbeerhaine zwischen Eggberge und Hüenderegg, Vorgeschmack auf den Spätsommer 😊. * Tolle Alpenflora, vorab im Juni. Dann überziehen Meere von weissen Krokussen – eine Charakteristik des Schächentals – die Matten! So etwas habe ich nie zuvor gesehen!

Der idyllische kleine Fleschsee, beliebter Etappenhalt.

5. Bergbeizli’s zum Verlieben
Wer sich nicht aus dem Rucksack verpflegen möchte, findet unterwegs gemütliche Bergbeizli. Die meisten davon mit Sonnenterrasse. Drei davon lege ich Euch ans Herz: Das Berggasthaus Eggberge, das die Schwyzerin Schwyzerin Gaby und ihr britischer Ehemann Angy mit viel Engagement renoviert und kürzlich wiederöffnet haben. Aus dem ehemals biederen Berggasthaus ist ein richtiges Schmuckstück geworden: Alpiner Chic mit dezentem Folklore-Charakter und mit Zimmern zum Träumen! Auch der urchige Fleschkiosk am gleichnamigen Bergsee lädt zum Rasten ein. Und schliesslich das Alpstubli Selez, nicht weit entfernt von der Bergstation Ruogig oberhalb von Bürglen. Die hiesigen Älplermagronen sind angenehm anders: Ohne Kartoffeln, dafür mit knusprig gerösteten Brotwürfeln und aromatischer Käsesauce.

Bergrestaurant Eggberge
Voll engagiert: Gaby und Andy Brownrigg vom Berggasthaus Eggberge.
Älplermagrone im Alpstubli Selez
Auch ohne Kartoffeln munden sie köstlich: Älplermagronen im Alpstubli Selez.

Übrigens: Der Schächentaler Höhenweg ist auch im Winter eine Wanderung wert! Dann können weite Strecken mit Schneeschuhen oder zu Fuss bewältigt werden.

Weitere Top-Ziele im Schächental:

Klausenpass: Auf zum Balmer Grätli!
Hotel Klausenpasshöhe: Eiserne Lady
Tell-Museum, Bürglen: War Tell ein Däne?

Teddy B, Juni 2019

Werde mein Freund! Jeden zweiten Tag gibts  Teddy B Tipps und Fragen auf Facebook! Abonniere meinen Youtube-Kanal und verpasse kein Video!

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here