Die Saffa-Insel gehört zu Zürich wie das Grossmünster und der Sächsilüüteplatz. Wenige wissen, dass das Mini-Eiland seine Entstehung initiativen Frauen verdankt.

DIE FAKTEN
Lage: Auf Zürcher Stadtgrund am linken Seeufer im Zürichsee
Höhe: 408 m.ü.M.
Masse: 90 m lang/50 m breit
Buchtipps: Die schönsten Inseln der SchweizGlücksorte in Zürich111 Orte in Zürich, die man gesehen haben muss
Anreise: Mit dem Bus bis Bahnhof Wollishofen/Werft oder mit Bahn bis Bahnhof Wollishofen; anschliessend in 5 Minuten via Landiwiese zur Insel. Mit dem Auto via Mythenquai bis Parkplatz Saffa-Insel (kostenpflichtig)
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DIE GANZE GESCHICHTE
Der Name geht weder auf eine Zürcher Berühmtheit noch auf ihre geographische Lage zurück. Nein, «SAFFA» hiess die zweite «Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit», die 1958 in Zürich stattfand – genau 30 Jahre nach deren Première in Bern.

Saffa-Insel: Von Frauen gestaltet

Und dafür liess man – oder viel besser: Frau – sich Besonderes einfallen. Unter dem Motto «Die Schweizerfrau, ihr Leben, ihre Arbeit» liessen Architektinnen, Ingenieurinnen und Gestalterinnen die legendäre Gondelbahn der Landi neu aufleben, gestalteten moderne Pavillons und schütteten gar eine kleine Insel auf: Die «Saffa-Insel» im Zürcher Quartier Quartier Wollishofen, angrenzend an die Landiwiese. Für deren Bau soll auch Aushubmaterial von Baustellen verwendet worden sein.

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Saffa-Insel im Zürichsee: Ein Traum von Baum.

Ab auf die Insel

Die Saffa-Insel ist rund 10 Meter vom Ufer entfernt und durch eine Brücke mit dem «Festland» verbunden. Die Einheimischen nennen sie – so gar nicht zürcherisch – liebevoll «Saffa-Inseli». An schönen Sommertagen ist auf der Rasenfläche kaum ein Durchkommen, geschweige denn ein Hinsetzen. Vor allem die Schattenplätze unter den grossen Bäumen am Nord- und Südufer sind heiss begehrt.

Keine Infrastruktur, keine Kosten

Grosses Plus: Der Ein- oder vielmehr Übertritt ist gratis. Dafür nehmen Badegäste in Kauf, dass es keinerlei Verpflegungsmöglichkeiten gibt und der Einstieg ins Wasser buchstäblich steinig ist – allerdings angenehm flach. Auch ein WC sucht man vergebens, Bademeister ebenso. Wer mit Kindern «bädele» möchte, wählt deshalb besser das nahe Strandbad Mythenquai.

Abtauchen im Winter

Auch in den Wintermonaten bezirzt das «Saffa-Inseli»: Dann ziehen höchstens «Hündeler» ihre Runden, trifft man auf Tagträumer und Spaziergänger. Abtauchen mitten in der Stadt.

Teddy B, Januar 2021



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