Wohin fährt man mit betagten Eltern, lieben Verwandten oder Freunden aus dem Ausland, wenn man ihnen etwas «bieten» möchte? Zum Beispiel auf den Gottschalkenberg ZG.

DIE FAKTEN
Höhe: 1148 m.ü.M.
Lage: Oberhalb dem Äegerisee (ZG) in den Schweizer Voralpen
Anreise: Via Zug/Bus über Zug und Oberägeri bis Brämenegg, anschliessend zu Fuss in 45 Min. zum Gottschalkenberg; mit dem Auto via Zug und Oberägeri (ZG) über den Ratenpass oder via Richterswil-Schindellegi (SZ) zum Gottschalkenberg. Parkplätze vor dem Restaurant.
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DIE GANZE GESCHICHTE
Vier Gründe sprechen für den Gottschalkenberg:
1. Er liegt auf satten 1148 Metern Höhe und damit meistens über der Nebelgrenze.
2. Er ist perfekt erreichbar, sowohl von Schwyzer Seite (Biberbrugg) als auch von Zuger Seite (Oberägeri) her.
3. Von der Plattform «Bellevue» aus geniesst man eine Top-Aussicht auf den Zürichsee samt Bergen und Hügeln.
4. Ein Ausflugsrestaurant samt vielen Parkplätzen gibt es auch. Nur schade, dass im Winter selbst bei Prachtswetter nur gerade 1 Tisch draussen steht (zumindest bei unserem Besuch).

Alle sind da, von der Albiskette bis zum Pfannenstiel.

Aber der Reihe nach: Der Gottschalkenberg ist kein grosser bzw. hoher Berg. Weit eher ein Hügel und teilweise bewaldet. Aber zumindest so hoch, dass er an grauen Wintertagen häufig in der Sonne steht. Dann, wenn im Mittelland der Nebel zäh liegt. Und man dankbar für jeden einzelnen Sonnenstrahl ist.
So geht es allerdings vielen, vielen anderen auch. Deshalb rechne nicht damit, dass Du den Gottschalkenberg bei einem Besuch für Dich allein hast! Aber es gibt einen Klimaweg, einen Panoramaweg und den Ratenpfad, ausserdem Schlittel- und Wanderwege und auch Loipen. So dass sich die Masse an Ausflüglern gut verteilt.

Gottschalkenberg: Hin und wieder allein unterwegs.

Gottschalkenberg: Vom Bellevue aus ins Nichts träumen

Viele Ausflügler begnügen sich ohnehin mit einem Mittagessen im hiesigen Restaurant Gottschalkenberg– zumal man mit dem Auto bis fast vor den Eingang fahren kann. Bei unserem Besuch war das Restaurant allerdings so voll, dass wir auf eine Einkehr verzichteten und zehn Minuten weitergewandert sind. Nämlich bis zum Aussichtspunkt «Bellevue» und mit 1164 Metern noch etwas höher. An schönster Stelle thront eine grosse Holz-Plattform, und von dort aus liegt einem das Mittelland zu Füssen! Ausserdem steht dort ein Bänkli zum Ausruhen, und am Waldrand laden ebenfalls sonnige Plätzchen zum Rasten ein.

Schöner gehts nimmer: Bänkli an prächtiger Stelle!

Dem Nebel sei Dank

Auf der einen Seite zeigt sich die Zürichseegegend, auf der anderen Seite das Glarner Alpenpanorama samt Vrenelisgärtli. Nie zuvor haben wir die Albiskette, den Pfannenstiel und den Bachtel mit all seinen «Gschpänli» so schnell erkannt. Und warum wohl? Dank dem Nebelmeer 😊. Denn so schälten sich die Hügel- und Bergketten besonders klar aus dem Nichts. Und ausserdem weist eine Panoramatafel auf der Plattform auf jeden Höcker hin. Man könnte jetzt weiter wandern, etwa den kurzen Klimaweg vom Restaurant aus Richtung Raten einschlagen und bis zur Passhöhe des Raten auf 1077 Meter spazieren – immer mit Blick auf das Ägerital. Etwas, das auch viele Einheimische gerne tun, wenn sie den «Gottschäli» (so nennen sie «ihren» Gottschalkenberg im Dialekt) besuchen. Und beim kleinen Skilift auf der Passhöhe Raten ein Paar Schneeschuhe mieten. Denn hier gibt es mehrere beschilderte Schneeschuhpfade.

Falscher Eindruck: Ein Bähnli ist hier nur Zierde.

Restaurant-Versuch zum zweiten

Man könnte aber auch einen zweiten Versuch im Restaurant Gottschalkenberg wagen. Von Sandwiches über diverse Salate bis hin zu Rösti und Schnitzel verspricht die Karte Gutbürgerliches. Vermutlich genau das, was (auch) die betagten Eltern, liebe Verwandte oder Freunde aus dem Ausland vom «Gottschäli» erwarten.
Teddy B’s Empfehlungen: Reserviere Dir einen Tisch im Voraus oder nimm Dein Picknick im Rucksack mit!
Wer übrigens nicht den ganzen Tag auf dem Gottschalkenberg verbringen möchte, findet weitere spannende Ziele in der Nähe, etwa den Morgarten, den Sihlsee samt Fondue-Plausch oder Sattel-Hochstuckli. Schön sie alle, die Orte rund um den «Gottschäli»…. 😊

Teddy B, Januar 2020

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