Diese Wanderung ist etwas für alle, die das schlechte Gewissen zuhause lassen möchten. Denn das Ziel Albishorn ist nur zu Fuss erreichbar. Von (fast) überall her.

DIE FAKTEN
Höhe: 909 m.ü.M.
Lage: Im zentralen Teil der Albiskette im Kanton Zürich zwischen dem Sihltal im Osten und der Gemeinde Hausen am Albis im Westen
Wanderung: Diverse Routen; zwischen 25 Min. (ab Parkplatz Mittelalbis) und 4.25 Min. (ab Üetliberg) Marschzeit
Anforderungen/Kondition: leicht bis mittel (von Hausen am Albis her stotzige Wegstücke)
Für Albis-Fans: Wanderkarte Albis
Einkehrmöglichkeiten: Bergrestaurant Albishorn
Besonderes: (Fast …) 360 Grad-Rundsicht
Anreise/Dauer: Mit dem Postauto bis Hausen am Albis (Haltestelle «Post»), anschliessend zu Fuss zum Albishorn. Mit dem Auto bis Hausen am Albis (Parkplatz «Chratz» oder beim Schützenhaus) und weiter zu Fuss. Dauer: ca. 3 km bzw. 1.10 Min. Faulpelz-Wanderer fahren bis zum Parkplatz Mittelalbis und gehen lediglich das letzte Stück (ca. 1.6 km bzw. 30 Min.) zu Fuss. Nur wenige Parkplätze verfügbar!
Anreise planen 

DIE GANZE GESCHICHTE
Wie viel Wandern darf’s denn sein? Kurz und bündig in 30 Minuten zum Gipfel oder lang und aussichtsreich in über 4 ½ Stunden vom Zürcher Üetliberg her? Das Albishorn fasziniert mich, weil es schier unzählige Möglichkeiten gibt, hinzukommen – aber keine einzige mit ÖV oder Auto! Und das ist gut so. Denn hier oben auf 900 Metern ist das geschäftige Zürich weit, weit weg, ebenso das liebe bzw. teure Zug. Obschon man beide Städte bestens sieht – aus der Distanz.

Trouvaille über dem Zürichsee

Aber der Reihe nach. Hin und wieder möchte man einfach ein bisschen gehen, vielleicht mit Kindern, mit den betagten Eltern oder allein mit sich selbst. Die Zürcher nehmen dafür häufig den Zürich- oder Üetliberg ins Visier, die Zuger den Zugerberg. Alle drei prima mit ÖV erreichbar. Dabei übersehen sie glatt das Albishorn – eine wahre  Trouvaille hoch über dem Zürichsee! Abseits vom Massentourismus und mit einem Traum-Panorama.

Himmlische Aus- und Ansichten.

Wenige Kurven und viel Aussicht

Ganz Faule fahren mit dem Auto von Hausen am Albis bis Mittelalbis, einen von mehreren Bauern-Weilern. Hier ist für Private Endstation; die weitere Strecke ist Berechtigten wie Forst- und Wirtsleuten vorbehalten. Die schmale Strasse zweigt links ab und führt Wanderer easy bergan – in mehreren weiten Kurven. Auch Kinderwagen-Schieber kommen gut zurecht.

Wo bitte gehts zum Albishorn?

Der Zugersee liegt einem zu Füssen, auch der Türlersee blinzelt zwischen Bäumen hervor. Am Horizont sind Rigi, Glarner-, Urner und Berner Alpen zu sehen, allen voran Eiger, Mönch und Jungfrau. Und zur Rechten das Mittelland, wo eine Dampfwolke das AKW Gösgen verrät. Hin und wieder lädt eine Sitzbank ein, Grillplätze dagegen haben wir keine gesehen.

 

Cheibe guet: Käsespätzli mit Röstzwiebeln.

Chüschtige Ostschweizer Küche

Wozu auch! Denn zuoberst auf 900 Metern Höhe thront das Bergrestaurant Albishorn; ein unauffälliger Backstein-Bau und von aussen her eher trutzig. Aber die Terrasse ist überaus einladend und liebevoll gedeckt, der Blick geht weit über den Zürichsee samt Rapperswil bis zum Säntis. Die Gerichte schliesslich, die Besitzer Daniel Reitzer und sein freundliches Team auf die Teller zaubern, sind «cheibe guet».

Top Ausblick inklusive: Bergrestaurant Albishorn.

Bei Vollmond auf das Albishorn

Die «Käsespätzli Grabser Art» mit Suurchäs und chüschtigen Röstzwiebeln etwa munden perfekt, auch der Siedfleisch-Salat sieht toll aus. Sogar ein Schlorzifladen à la Toggenburg wäre zu haben, Schliesslich sei – auch – der Küchenchef ein Ostschweizer, nämlich ein Rheintaler, raunt Besitzer Daniel meiner Betty zu. Wir schwören uns: Auf das Albishorn kommen wir wieder. Das nächste Mal bei Vollmond. Dann gibt’s sogar Vollmondbier.

Von hier aus geht’s auch zum Albishorn:

  • ab Albispass: 1 Std. 20 Min.
  • ab Sihlwald SZU: 1 Std. 20 Min.
  • ab Langnau-Gattikon: 1 Std. 50 Min.
  • ab Sihlbrugg: 1 Std. 55 Min.
  • ab Felsenegg: 2 Std. 45 Min.
  • ab Üetliberg: 4 Std. 25 Min.

Teddy B, Oktober 2019


Spannende Ziele in der Region:

Bachtel: Schön, über dem Nebel zu wandern
Zürichberg: Wandern für Angeber
Insel Ufenau: Heilige Schöne
Atzmännig: Winter für Anfänger
Pfannenstiel: Klassiker mit Aussicht
Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg: Danke, Landi!
Voliere Zürich: S’Vogellisi
Hörnli: Gipfel-Konferenz

Teddy B ist auch präsent auf Facebook, Instagram und Youtube.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here