Viele fürchten sich vor Gewittern und werden vom Bären zum Angsthasen – auch Teddy B. Deshalb lohnt es sich, diesen 5-Punkte-Plan auf Wanderungen mitzuführen!

Punkt 1: Gewitter vorhersehen

Zählen hilft bei Gewittern – fast – immer: Liegen Blitz und Donner noch 15 Sekunden auseinander, ist auch das Gewitter noch etwa fünf Kilometer entfernt. Beginnen Blitzen und Donnergrollen jedoch bereits nach fünf Sekunden, bedeutet das: Ab durch die Mitte und sich in Sicherheit bringen! Denn jetzt dürfte das Gewitter genau über Dir sein! Als Faustregel gilt: Anzahl Sekunden zwischen Blitz und Donner durch 3 geteilt = Distanz zum Gewitter in Kilometern.

Punkt 2: Was «Sicherheit» bedeutet

Sichere Orte sind Häuser und Autos – auch geschlossene Cabriolets (Faradayscher Käfig). Ebenso Eisenbahnwagen oder Metallkabinen von Seilbahnen. Auch in grossen Höhlen sowie unter Felswänden ist man vor direktem Blitzeinschlag etwas geschützt. Um ein Überspringen von sogenannten Erdströmen zu verhindern, unbedingt einen Abstand von 2 Metern zu Menschen, Wänden und (Höhlen)Decke einhalten! Denn solche Erdströme können sich in der Umgebung eines Blitzeinschlages auch entlang der Erdoberfläche ausbreiten.

Punkt 3: Besser nicht…

…Holzhütten oder offene Wartehäuschen (aus Metall) aufsuchen. In letzteren sollte man sich zumindest soweit als möglich von den Wänden entfernt halten – also in der Mitte der offenen Seite. Auch Zelte (vor allem jene ohne Metallgestänge) sind gefährliche Aufenthaltsorte. Velo- und Motorradfahren und Schwimmen unterlassen.

Punkt 4: Besonders gefährliche Orte und Gegenstände

Gipfel, Grate, Kuppen, aber auch einzelne Bäume, Baumgruppen und Waldränder meiden. Seilbahn- und Strommasten sind besonders vor Blitz-Einschlag gefährdet. Regenschirme, Wanderstöcke, Pickel und Steigeisen mehrere Meter entfernt deponieren! Alte Bäume sind übrigens gefährlicher zum Unterstehen als junge aufgrund des Risikos herabstürzender Äste. Bachbette und stark geneigte Hangzonen meiden. Ebenso Wasserläufe und Stahlseile, weil diese den Strom leiten.

Punkt 5: Was tun, wenn doch…?

Wenn man in den Bergen trotzdem unvermittelt in ein Gewitter gerät, darf man auf keinen Fall den höchsten Punkt im Gelände bilden! Einen gewissen Schutz bieten eine Bodenmulde oder der Fuss eines Felsvorsprungs. Mit geschlossenen Füssen – zum Beispiel auf einem trockenen Rucksack – in Hockstellung gehen und Knie eng anziehen. Den Boden somit nur an einem kleinen Ort berühren, das reduziert die sogenannte Schrittspannung.  Nirgends anlehnen. Mindestens 10 Meter Abstand zu Bäumen, Ästen und anderen Menschen einhalten.

Teddy B’s Tipp: Drucke Dir diesen 5-Punkte-Plan als PDF aus und nehme ihn stets mit auf Deine Wanderungen!

Wo es in der Schweiz am meisten blitzt
Der Tages Anzeiger zeigt mit dieser interaktiven Karte, ob an Deinem Wohnort überdurchschnittlich viele Blitze niedergehen – ganz schön spannend!

Teddy B, August 2019

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