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Die historische Kleinstadt St. Ursanne am jurassischen Doubs zeigt das Mittelalter in Reinkultur. Beschützt von einem Heiligen wird sie auch, hoch über den Dächern.

DIE FAKTEN
Lage: Jura, ca. 8 km südöstlich von Porrentruy, am Fluss Doubs
Höhe: 440 m.ü.M.
Anreise planen (Gratis-Parkplätze am Dorfeingang)

DIE GANZE GESCHICHTE
St. Ursanne sieht genauso aus, wie es sich anhört, nämlich Bilderbuch-artig und ein bisschen «heilig» 😊. Lauter Postkarten-Häuser: Mittelalterliche Bauten, Bürgerhäuser und mittendrin eine alles dominierende Kirche samt Kloster und Kreuzgang. Kirchen und Klöster haben bekanntlich ihren eigenen Reiz; so etwa die Kapelle auf dem Gotthard oder die Klosterinsel Werd.
Wenn man von St. Ursanne als «historischer Kleinstadt» spricht, ist das allerdings übertrieben: Die Einwohnerzahl beträgt kaum 1000 Menschen. Und diese übersieht man häufig vor lauter Touristen.

Kirche und Kloster St. Ursanne
Kirche und Kloster dominieren das Ortsbild.

St. Ursanne: Am Clos du Doubs

Was mir an St. Ursanne besonders gefällt, ist seine Lage. Der Ort liegt am Doubs, eingebettet zwischen zwei Juraketten im Bereich des grossen «Bogens» des Clos du Doubs. So wird der Bergrücken südwestlich von St. Ursanne bezeichnet, der auf drei Seiten vom Doubs umflossen wird.

Stadttor St. Ursanne
Drei Stadttore führen nach St. Ursanne (JU).

Drei Tore führen in die Stadt

Die meisten Touristen wollen (fast) nur das eine: Ein Foto der schmucken Häuserfassaden von jenseits des Doubs schiessen. Dort, wo die uralte, steinerne Brücke mit ihren vier weich geschwungenen Bögen hinüberführt. Ein Haus ans andere gedrängt, eines schmaler als das nächste, einzelne mit hölzernen Mini-Balkonen bestückt oder prächtig bemalt: Diese Brücke sowie drei gut erhaltene alte Stadttore sind die einzigen Zugänge zu St. Ursanne. Das und vieles mehr ist auf spannenden Stadtführungen zu erfahren (Reservation notwendig).

Forellen und Antiquariate

Und sonst? St. Ursanne ist bekannt für seine Antiquariate und Kunstgalerien. Für sein mittelalterliches Fest Les Médievales, das jährlich im Juli stattfindet. Vielleicht auch für seine Restaurants? Immerhin sollen im Doubs die besten Fachforellen schwimmen. Ich gestehe: Ich hab’s nicht ausprobiert.

Einsiedelei des Namensgebers von St. Ursanne.

Der Heilige Ursicinus hat’s gegeben

Dafür bin ich hinauf getrottet zum Heiligen Ursicinus oder besser zu dessen Felsgrotte. 190 steile Stufen führen hinauf zu jener Stelle, an die sich dieser Mönch im 6. Jahrhundert zurückgezogen und seine Einsiedelei errichtet hat. Über seinem Grab entstanden später das Kloster und «sein» Städtchen St. Ursanne. Der Heilige ist also – zumindest im Namen –  hier geblieben…

Teddy B, Juni 2019

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