Mehr «Seeli» als See, aber ein Juwel: Der Spilauersee hoch über dem Riemenstaldner Tal in den Schwyzer Alpen fasziniert Fischer und Wanderfans.

DIE FAKTEN:
Höhe: 1837 m.ü.M.
Lage: Schwyzer Alpen – im Kanton Uri
Grösse bzw. Fläche: 4,64 ha
Für unterwegs: Trinkbecher
Ausrüstung: Wanderstöcke empfohlen
Anreise: Mit ÖV (Bahn/Postauto) via Brunnen oder Flüelen über Sisikon nach Chäppeliberg, mit dem Auto direkt zur Talstation der Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau. Parkplätze vorhanden (teils gebührenpflichtig). Anschliessend mit der Mini-Luftseilbahn bergwärts nach Spilau/Gitschen und von dort zu Fuss in ca. 45 Minuten zum Spilauersee. Alternative von der Talstation aus: zu Fuss in ca. 3 Std. bis zum Spilauersee
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DIE GANZE GESCHICHTE:
Er liegt zwar in den Schwyzer Alpen, «gehört» aber zum Kanton Uri: Der Spilauersee, ein kleiner Bergsee oder eher ein «Seeli», etwa drei Kilometer südlich vom Riemenstaldner Tal. Dieses wiederum beginnt dort, wo die meisten Ausflügler auf dem Weg Richtung Süden locker daran vorbeifahren, nämlich bei Sisikon am Urnersee. Bei diesem Gebirgstal handelt es sich um einen Einschnitt, der vom Urnerland ins schwyzerische Muotatal führt.

Spilauersee: In einer Senke gelegen

Zurück zum Spilauersee. Er liegt in einer Senke im Gebiet Spilau, eingerahmt von diversen Berggipfeln. Oder vielmehr »Stöcken». Solchen wie dem Rossstock, Spilauer- und Gamsstock, Hagelstock sowie Hundstock – lauter «Zweitausend +»-Berge. Erinnerungen an die Glattalp und den Glattalpsee kommen auf, «drüben» im Muotatal, wo man sich ähnlich beschützt fühlt inmitten vieler Gipfel.

Türkisblau und sauber: Der Spilauersee.

Elritzen garantieren für gutes Wasser

Aber Du willst nicht noch weiter in die Berge, sondern an den See. Und erreichst ihn nach 45 Minuten Wanderung von der Bergstation der Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau. Türkisgrün schimmert das Wasser an schönen Tagen, und es herrscht viel Betrieb. Nicht zwingend am, aber im Wasser! Zu Tausenden zappeln im Sommer Elritzen in Ufernähe, jene kleinen, lebhaften Schwarmfische, deren Vorkommen für sauberes, klares und sauerstoffreiches Wasser steht. An vielen Orten sollen diese Fische gar zur Überwachung der Trinkwasserqualität eingesetzt werden. Am Ufer des Spilauersee wachen vor allem Fischer: Sie werfen ihre Angeln nach Forellen aus (Fischereipatent des Kantons Uri nötig). Und obendrüber grüssen die fünf und mehr Berge… – ein richtiges «Forellen-Quintett» 🙂 .

Die Alp Spilau über dem Spilauersee samt Alp-Beizli.

Alp-Beizli an bester Lage

In knapp 20 Minuten hat man den kleinen See umrundet. Auf einem Wanderweg über Stock und Steine – und nicht Kinderwagen-tauglich. Einen kleinen Abstecher wert ist die Alp Spilau, etwa 50 Höhenmeter weiter oben. Im hiesigen Alp-Beizli an bester Lage werden – auch – diverse hausgemachte Alpkäse serviert und verkauft, man sitzt draussen an langen Bänken und Tischen. Social Distancing ist garantiert. Genusswanderer nehmen anschliessend einen weiteren 20-Minuten-Fussmarsch zur bekannten Lidernenhütte in Angriff; diese steht auf der Südseite des Riemenstaldner Tals. Von hier aus sieht man zum Klingenstock, zum Fronalpstock und hinüber ins Muotatal. Wer bleiben möchte, findet in der SAC-Hütte – vielleicht – ein Bett (*); die Hütte bietet Platz für 87 Gäste. Alle andern müssen irgendwann zurück ins Tal. Die Bergstation der Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau steht keine 15 Minuten von der Lidernenhütte entfernt. Wer lieber talwärts wandern möchte: Von der Lidernenhütte führt ein Wanderweg zurück zur Talstation.

(*) nur nach vorgängiger Reservation

Teddy B Buchtipps zum Thema:

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Teddy B, Juli 2020

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