Wer Burnout-gefährdet ist oder grundsätzlich genug von Stress und Trubel hat: Im Seleger Moor im Zürcher Knonauer Amt werden Auftanken und Abschalten zum puren Genuss.

DIE FAKTEN
Lage/Adresse: Park Seleger Moor, Seleger-Moor-Strasse, 8911 Rifferswil
Höhe: 579 m.ü.M.
Gründung und Grösse: 1953 / 120’000 m2
Öffnungszeiten
: Frühling bis Herbst
Besonderes: Über 200 Sorten Azaleen und Rhododendren – rollstuhlgängiger Schotter-Natur-Spazierweg (3 km)
Superlative: Eines der wichtigsten Hochmoore im Kanton Zürich
Anreise: Mit dem ÖV (S5 von Zürich oder Zug bis Affoltern a.A. und weiter mit dem Postauto nach Rifferswil (Haltestelle «Seleger Moor»); mit dem Auto über Autobahn (A4)  via Affoltern a.A. (Ausfahrt 31) nach Mettmenstetten und Richterswil. Achtung: Zwischen anfangs April und Ende Juni ist die Seleger-Moor-Strasse nur im Einbahnverkehr über Albisstrasse zugänglich. Parkplätze vorhanden
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DIE GANZE GESCHICHTE
Das Seleger Moor scheint nicht von dieser Welt zu sein – schon gar nicht im Frühling und Frühsommer. Zwischen anfangs April und Ende Juni wähnt man sich hier in einem Bilderbuch, einem Märchen oder gleich beidem zusammen. Hunderttausende von Azaleen und Rhododendren – über 200 verschiedene Sorten – tauchen den Park in ein Vielfarben-Meer, in dem man lustvoll zu ertrinken droht.

Seleger Moor: Märchenansichten inklusive.

Seleger Moor: Robert Seleger sei Dank

Die Moorlandschaft im Knonauer Amt ist eines der wichtigsten Hochmoore im Kanton Zürich und entstand über Jahrtausende. Das hatte der Adliswiler Gärtner Robert Seleger (1911 – 1919) frühzeitig erkannt: Er baute diesen Garten ab 1953 kontinuierlich auf und aus. Dem Macher des Märchen-Imperiums begegnet man unterwegs im Park: Er steht verdientermassen auf einem Sockel.

Hallo, Herr Seleger, und vielen Dank!

Lustvoll wandeln

Mittlerweile ist aus dem Seleger Moor eine Parklandschaft stattlicher Grösse entstanden: Auf 120’000 m2 wachsen und blühen zwischen anfangs April und Ende Juni Azaleen und Rhododendren in Regenbogenfarben um die Wette. Man wandelt auf lauschigen, weichen Pfaden durch die Wunderwelt, hier und dort auf einer verwitterten Holzbank innehaltend. Denn zu bestaunen gibt es einiges mehr als Rhododendren und Azaleen. Einen verträumten Farnwald, einen Strauchpfingstrosengarten, Seerosenteiche und viele weitere kleine und grosse Kostbarkeiten.

Ein Traum in Rosa: Seerose im Teich.

Quak, quak, auch Frösche sind da!

Spannend im Seleger Moori: Hier gedeihen nebst einheimischen auch importierte Pflanzen und wachsen zu einem harmonischen Vielerlei zusammen. Einem Vielerlei, das ganz viele «Stimmen» hat 😊 . Es quaken die Frösche, es summen die Libellen, und es pfeifen unzählige Vögel – und das alles gerade mal 11 km (Zug) bzw. 25 km (Zürich) von der Alltagshektik grösserer Städte entfernt.

Hallo, kleiner grüner Mann – schön, Dich zu sehen!

Kulturelle Veranstaltungen und Familientage

Falls zwischendurch Hunger aufkommt: Auch ein Grillplatz und ein Park-Beizli sind vorhanden. Immer mal wieder finden ausserdem «Familientage» und kulturelle Veranstaltungen statt. Auf dass so viel Green Power auf alle übergreifen möge.

  • Tipp 1: Rechne für einen Besuch mindestens 2 Stunden ein und wähle die Morgenstunden. Dann ist der Park kaum überlaufen.
  • Tipp 2: Der Besuch des Seleger Moors lässt sich perfekt mit einem Ausflug zum Türlersee und/oder einer Wanderung auf das Albishorn verbinden, beides Ziele in der Nähe.

Die Schönsten der Schönen – zum Schwärmen und Staunen!

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