Dieses «Bähnli» ist nichts für Nervenschwache: Die kleine Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau im Riemenstaldner Tal gondelt als offene, vergitterte Kabine himmelwärts.

Höhe: 1180 m.ü.M. (Talstation/ bzw. 1717 m.ü.M. (Bergstation)
Lage: Schwyzer Alpen
Anreise: Mit ÖV (Bahn/Postauto) via Brunnen oder Flüelen über Sisikon ins Riemenstaldner Tal nach Chäppeliberg (Postauto-Haltestelle «Riemenstalden, Chäppeliberg»), mit dem Auto direkt zur Talstation der Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau. Parkplätze vorhanden (teils gebührenpflichtig)
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DIE GANZE GESCHICHTE:
Für diese «Himmelfahrt» braucht es starke Nerven. Zum einen, weil die Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau im Riemenstaldner Tal nicht viel mehr als eine vergitterte, offene Kabine ist. Zum anderen, weil einem an der Talstation niemand gut zuredet. Zumindest niemand von der Seilbahn.

Iistiige bitte – und Türen selber schliessen!

Luftseilbahn Chäppeliberg-Spielau: Über alle Grenzen

Wer es trotzdem wagt, überquert dafür Grenzen. Auch Kantonsgrenzen. Denn während die Talstation Chäppeliberg im Riemenstaldner Tal auf 1180 Metern noch auf Schwyzer Gebiet steht, thront die Bergstation auf der Alp Spilau mit 1717 Metern bereits auf Urner Boden. Unterwegs geniesst man einen Weitblick über das Riemenstaldner Tal, hinüber zum Klingenstock und Fronalpstock und bis ins benachbarte Muotatal mit seiner Glattalp. Und untenrum gibts nicht viel mehr als Wald und x-faches Vogelgezwitscher.

In der offenen 4-er Gondel geht es himmelwärts.

Mitfahren? Dann ist Mitarbeit gefragt

Die schwere Metalltür der offenen 4-er Gondel müssen die Gäste vor der Abfahrt im Tal selbst schliessen. Nicht, ohne danach in eine imaginäre Kamera zu winken: So wünscht es die freundliche Stimme aus einem Lautsprecher, der ebenfalls nicht zu sehen ist. Das wird die Dame von der Seilbahn sein, die oben auf der Alp Spilau wartet und das «Himmelfahrts-Kommando» erteilt. Öffnen sollte man die Tür unterwegs übrigens nicht: Davor warnt ein Schild im Bähnli. Haben wir auch nicht vor ?.

Luftseilbahn Chäppeliberg-Spilau: Wälder-Gondeln.

Weiter zum Spilauersee

Rund sieben Minuten dauert die Fahrt; sieben Minuten abseits der Welt mit etwas Nervenflattern. Aber spätestens der Ausblick von der Bergstation entschädigt für jegliche mulmigen Gefühle. Von hier geht es entweder in 15 Minuten weiter zur bekannten Lidernenhütte, in einer Dreiviertelstunde zum idyllischen Spilauersee oder auf zu einer mehrstündigen Wander- oder Klettertour im weitläufigen Gebiet der Schwyzer Alpen.

Auch eine Option: Zu Fuss zurück zur Talstation.

PS: Falls das Nervenflattern auf der Hinfahrt zu gross war: Man kann auch zurück zur Talstation wandern; eine Sache von rund 1 ½ Stunden. Aber der Weg ist stotzig. Statt den Nerven «flattern» dann die Knie. Ohne Wanderstöcke nicht zu empfehlen! Du hast es in der Hand – oder eben in den Beinen.

Teddy B, Juli 2020

Weitere Himmelfahrts-Bähnli in der Schweiz:

Gelmerbahn: Höllenritt im Haslital
Stoosbahn: Zwischen Himmel und Erde
Seilbahn Flüelen-Oberaxen: Grüsse an die Lorelei
Älplibahn Malans: Nachschub für Soldaten
Standseilbahn Ritom: Kraftpaket für einen See

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