Unweit vom alten Dorfkern von Savognin ruht der kleine Badesee Lai Barnagn. Im Sommerhalbjahr herrschen hier angenehme Wassertemperaturen.

DIE FAKTEN
Lage: In der Bündner Albula-Region
Höhe: 1207 m.ü.M.
Geöffnet (Bade-Kiosk): Mitte April bis Ende Oktober
Parkplätze: Beim Strandbad
Buchtipp: Wandern an Schweizer Seen und Flüssen
Anreise: Mit ÖV (Bahn/Postauto) oder Auto via Chur – Tiefencastel nach Savognin (Haltestelle «Savognin Cresta»), in wenigen Gehminuten bis zum See; mit dem Auto Anfahrt auch (vom Engadin her) über den Julier möglich (Parkplätze im Dorf)
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DIE GANZE GESCHICHTE
Der Lai Barnagn ist das, was Un-Wissende eine «schöne Bescherung» nennen. Weil auswärtige Gäste und Durch-Fahrer erst gar nicht mit einem solch idyllischen, kleinen Badesee rechnen. Noch dazu mitten im Dorf, zumindest wenige Dutzend Meter vom alten Dorfkern entfernt. Die meisten dieser Fern-Fahrer kurven «oben» durch den Ort – auf dem Weg Richtung Julier- oder Malojapass. Und verpassen so ein echtes Juwel!

Lai Barnagn: Im Sommer ein Hammer

Doch der Reihe nach. Natürlich kennen die meisten Savognin, diesen Ferienort in der Bündner Talschaft Surses. Viele von ihnen vor allem als Wintersportdestination. Schliesslich wurden hier 1978 erstmals Schneekanonen grossflächig eingesetzt. Im Winter gibt sich der Lai Barnagn allerdings richtig «zugeknöpft»: Dann ruht er verborgen unter Eis und Schnee unter einem Parkplatz. Im Sommer dagegen kommen die Wanderfreaks. Sie schätzen die vielfältigen Tourenmöglichkeiten rund um Savognin. In den letzten Jahren hat sich die Region im Naturpark Ela ausserdem einen Namen als Familiendestination gemacht. Und Familien – besonders Kinder – wollen bekanntlich baden.

Nach dem Wandern baden

Aber auch für Wanderer ist der Lai Barnagn ein kleines Paradies. Wer nach einer mehrstündigen Tour verschwitzt ins Dorf zurück kommt, findet hier Duschen, Liegestühle, Umkleidekabinen und – meistens jedenfalls – angenehm warme Wassertemperaturen. Schliesslich ist der Mini-See maximal drei Meter tief. Nicht mal Eintritt muss man bezahlen. Was Gäste auch an anderen kleinen Bergseen wie etwa Heidsee, Untersee und Stoos-Seeli schätzen.

Kiosk am See

(Fast) selbstverständlich gibt’s auch am Lai Barnagn ein Beachvolleyballfeld, ein Floss, Grill- und Picknickstellen und sogar eine Minigolfanlage… – die übliche Infrastruktur heutiger Badeseen. Und glücklicherweise einen grösseren Kiosk samt Terrasse und einem Angebot für den kleinen Hunger und Durst. All das im Banne der Bündner Berge.

Teddy B, Mai 2019

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