Der Quartiername (ver)heisst Enge, doch die gleichnamige Kirche gehört zu den grössten und schönsten der Stadt Zürich. Die Kirche Zürich Enge strahlt Grosszügigkeit aus.

DIE FAKTEN
Höhe: 409 m.ü.M.
Lage: Zürcher Quartier Enge
Gebaut: 1894
Anreise: Mit der Bahn bis Zürich-Enge, dann zu Fuss in 5 Min. zur Kiche; mit dem Auto bis Zürich-Enge, einige Parkplätze oberhalb des Bahnhofes
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DIE GANZE GESCHICHTE
Diese gehört zu einem Zürcher Stadtquartier namens «Enge», strahlt aber Grosszügigkeit und Weite aus. Allein ihre Lage wirkt erhaben: Das evangelisch-reformierte Kirchengebäude thront von weitherum sichtbar auf einer Hügelkuppe etwas oberhalb des Bahnhofs Zürich Enge.

Die «Enge» erinnert an Pisa und Venedig

Ob vom Uetliberg (Zürichs «Hausberg»), vom See oder vom gegenüberliegenden Zürichberg aus: Von überall her grüsst die über 60 Meter hohe Kirche mit markantem Turm und Kuppel. Der Turm wurde einst als italienischer Campanile gestaltet – sowas verpflichtet. Man denke nur an den Campanile von Venedig, jenen des Florentiner Doms oder an den Schiefen Turm von Pisa. Die fünf Glocken des Campanile in Zürich Enge rufen die Kirchgänger zu sich – und alle anderen mit dazu, denn sie klingen ziemlich laut. Die Annäherung an die Kirche ist fast majestätisch: Von der Seestrasse aus führt eine grosszügige, breite Treppenanlage aus Granit samt Statuen zweier Jungfrauen zum Eingang.

Streit um das «richtige» Projekt

Gebaut wurde diese Kirche 1894. Zuvor haben die Verantwortlichen lange Zeit darüber gestritten, welches Kirchenprojekt denn nun realisiert werden sollte. Der Streit hat sich gelohnt. Längst gilt die evangelisch-reformierte Kirche Enge als eine der wichtigsten Kirchenbauten im Stil der Neurenaissance. Die Kanzel ist beeindruckend, die Orgel auch, die Bildhauerarbeiten und Malereien sowieso. Häufig finden ausserdem Musik- und Chor-Veranstaltungen statt, alles vom Feinsten.

Stille mitten im  Trubel

Ebenso faszinierend ist aber die Stille zwischendurch, wenn kein Programm ansteht. Es gibt Momente, wo man dem Trubel in einer Stadt entfliehen, ein paar Minuten abtauchen möchte. Stille tanken, den eigenen Gedanken und auch Sorgen nachhängen. Und vielleicht sogar ein paar Zeilen ins dicke Kirchenbuch schreiben. Danach kann es durchaus geschehen, dass man sich – unabhängig vom Glauben – himmlisch beflügelt fühlt.

Gipfelstürmer zieht es himmelwärts

Wer noch weiter himmelwärts strebt: Von Mai bis August können jeden zweiten Donnerstag Turm und Kanzel besichtigt werden – ohne Voranmeldung. Über 200 Treppenstufen führen zur Aussichtsplattform im Glockenturm. Ein wahrhaft erhabenes Erlebnis.

Teddy B, Januar 2019

Teddy B – auch präsent auf TwitterFacebook,Instagram und Youtube.

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