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Im und vor dem Kloster Fahr (ZH) kommen auch Normalos auf ihre Kosten. Ein grosser Garten mit alten Bäumen und eine schmucke Kapelle garantieren für Bilderbuch-Motive. Sogar einen Fährimann gibt’s hier noch 🙂 .

DIE FAKTEN
Höhe: 416 m.ü.M.
Lage: Unterengstringen (ZH), am Fluss Limmat
Erbaut: 1130
Anreise

DIE GANZE GESCHICHTE
Sie ist über 1000 Jahre alt, aber davon ist der kleinen romanischen Kapelle St. Anna nichts anzumerken. Strahlend weiss (getüncht) thront sie im Innenhof der Klosteranlage Fahr. Vielleicht 30 Personen finden in diesem kleinen Gotteshaus Platz. Ein bisschen erinnert sie mich an die Kapellen auf der Rigi Scheidegg oder jene in Brione sopra Minusio, beide Bijous und weitab vom Rummel. Und gaaaanz weit weg vom Fest-Gschtürm, wie ich es etwa in Valencia (Spanien) anlässlich der Fallas erlebt hatte.

Einziges Doppelkloster der Welt – was ist denn das?

Das Kloster selbst «gehört» den Benediktinerinnen und seit seiner Gründung zum Kloster Einsiedeln. Immer wieder ist davon die Rede, dass das Kloster Fahr weltweit das einzig verbliebene Doppelkloster mit dem Kloster Einsiedeln sein soll. Bis 2013 war hier eine Bäuerinnenschule beheimatet; gern erinnere ich mich an die duftende, dekorative Kräuterspirale im Garten, die kreative Nonnen mit ihren Schülerinnen angelegt hatten. Die Schülerinnen sind inzwischen zwar weg. Trotzdem geben die Benediktinerinnen auf Führungen Einblick in den barocken Kräutergarten.

Ein Kloster mit eigener Postleitzahl

Als Ausflugsziel, das vor den Toren Zürichs liegt, ist das Kloster Fahr vorab am Wochenende beliebt. Die schmucke Anlage grenzt direkt an die Limmat und ist zu Fuss oder mit dem Velo bestens zu erreichen. Der Name «Fahr» übrigens leitet sich von der Personenfähre ab, die hier einst über die Limmat führte. Noch heute fährt an schönen Sommertagen ein «Fährimaa» Gäste über den Fluss auf die andere (Wander-)Seite. Ausserdem sitzt man im Sommer im Garten unter jahrhundertealten Bäumen so entspannt bei einem Glas Riesling aus dem Kloster-Restaurant, dass man hier gut und gerne nochmals 1000 Jahre bis zur Rückkehr verbringen möchte.

Teddy B, Mai 2018

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