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Eine der längsten Hängebrücken Europas spannt sich über die Engstlige im Berner Oberland. Sie ist in privatem Besitz, aber für alle begehbar: Die Hängebrücke Hostalde – ideale Zwischenstation auf dem Weg nach Adelboden oder zur Elsigenalp.

DIE FAKTEN
Name der Brücke: Hängebrücke Hostalde
Lage: Engstligental (Berner Oberland) zwischen Frutigen und Adelboden
Höhe: 38 Meter
Baujahr: 2006
Länge: 153 Meter
Anreise: Mit dem Auto via Spiez-Frutigen nach Hostalde (wenige Parkplätze direkt an der Strasse); mit dem Zug via Spiez nach Frutigen, anschliessend mit dem Postauto nach Frutigen, Hohstalden (Bus-Station direkt an der Brücke).
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DIE GANZE GESCHICHTE
Es gibt Orte, die machen Geschichte – und es gibt Geschichten, die machen Orte. Wer würde «Hostalde» kennen, wenn es nicht diese Geschichte drumherum gäbe! Eine Geschichte von zwei initiativen, jungen Menschen, die hier mit etwas Unterstützung eine der längsten Hängebrücken Europas installieren liessen.

Hostalde: Ausrutschen verboten!

Aber von Anfang an: Es war einmal ein junges Paar, das am Fluss Engstlige lebte, auf halbem Weg zwischen Frutigen und Adelboden im Berner Oberland. Auf einem Steg überquerten die beiden damals den Bergbach, auch mit dem Neu- und Erstgeborenen. Mehr schlecht als recht – Ausrutschen vorprogrammiert. Aber es galt, auf die andere Flussseite und damit nach Frutigen zu kommen. Das war 2006.

Eine Hängebrücke über die Engstlige

Der Rest ist schnell erzählt: Weil Karin und ihr Mann Martin – sie von Beruf Lehrerin, er Innendekorateur – dieses Risiko nicht länger tragen wollten, schmiedeten sie eine Idee. Eine Hängebrücke sollte her, ein Seilbahnbauer gesucht und gefunden werden. Heute würde man von einem Startup sprechen, damals ging es einfach darum, Spender und Sponsoren für das Projekt «Hängebrügg-Beizli Hohstalden» zu begeistern. Was dem unerschrockenen Paar gelang!


Alles in Privatbesitz

Inzwischen sind zum Neu- und Erstgeborenen drei weitere Kinder hinzugekommen, haben Karin und Martin ihre ehemaligen Jobs an den Nagel und die Hängebrücke Hostalde mit Hilfe ihres Seilbahnbauers, ungezählter Menschen und Arbeitsstunden «aufgehängt». Und leben von den Einnahmen ihres Openair-Hängebrügg-Beizlis am (andern) Ende der Brücke. Es gibt Käse-, Wurst- und Trockenfleisch-Plättli aus dem Tal, hausgemachte Kuchen und seit einiger Zeit sogar ein Fondue-Hüttchen samt Holzofen. Rustikal und urgemütlich. Auch das Fernsehen war da. Natürlich!

Bären entlang der Engstlige

Die Überquerung der Brücke übrigens (sie erinnert mich ein kleines bisschen an den Skywalk auf dem Sattel-Hochstuckli und auch an die Handeckfallbrücke) ist gratis, sofern man im Beizli etwas konsumiert. Was ein Must ist, allein dieser Geschichte wegen. Ebenso schön:  Von hier führen diverse Wanderwege durch die Gegend. So etwa ein Uferweg der Engstligen entlang hinunter nach Frutigen – eine Wanderung von rund 1 ¼ Stunden. Auch gibt es einen eigentlichen Skulpturenweg nach Frutigen, veredelt mit tollen Holz-Skulpturen eines einheimischen Schnitzers; sogar ein lebensgrosser Bär soll dort stehen. So wie vermutlich im Val Müstair.

Ich bau mir eine Brücke…

Übrigens: Was mit einer Hängebrücke über die Engstlige begann, hat inzwischen in ganz Europa Schule gemacht. Der Hostalde folgten mehr als zwei Dutzend weitere Hängebrücken desselben Seilbahn- und Brückenbauers. Auch das eine (Erfolgs-)Geschichte!

Teddy B, März  2019

Weitere spannende (Hänge-)Brücken:

Sattel-Hochstuckli: Himmelsleiter
Pont Turrian: Alter Hänger
Handeckfallbrücke: Ein Fall für die Ewigkeit
Glacier 3000: Gletscher-Trekker
Klosterinsel Werd: Im Chatroom mit Gott

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