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Schweiz weit berühmt ist das jährliche Gurtenfestival auf Berns Hausberg. Dabei ist der Gurten das ganze Jahr über einen Besuch wert – auch im Winter. Dann herrscht hier ein besonderes Ambiente.

DIE FAKTEN
Höhe: 864 m.ü.M.
Lage: Berns «Hausberg» über der Stadt
Anreise: Mit dem Auto nach Bern bis zur Talstation der Gurtenbahn in Wabern (Parkhaus in der Nähe); mit S-Bahn, Bus oder Tram von Bern bis Wabern (Talstation der Gurtenbahn).
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DIE GANZE GESCHICHTE
Vom Gurten als «Gipfel» zu sprechen, ist vermutlich masslos übertrieben. Trotzdem gehört er für mich als Zürcher Bär zu den Gipfel-Erlebnissen jedes Bern-Besuches.
Liegt es daran, dass der Gurten in nur 15 Minuten erreichbar ist, noch dazu mit einer fröhlich bemalten (Gurten-)Bahn? Dass oben auf gerade mal 864 Metern Höhe garantiert keiner ins Schwindeln kommt? Oder daran, dass man von Berns Hausberg aus eine Top-Aussicht auf die Hauptstadt der Schweiz hat, ohne auch nur einen Tropfen Schweiss vergossen zu haben?

Gurten: Darfs ein bisschen mehr sein?

Mit Bern allein ist es nicht getan; bei gutem Wetter geniesst man vom Gurtenturm aus eine Rundsicht von den Berner Alpen im Süden bis zum Jura im Norden. Ähnlich grandios wie vom Gipfel des Moléson (FR) oder vom Monte Tamaro (TI) aus. Im Sommer ist auf dem Gurten Kreti und Bleti unterwegs, quillt die grosse Spielwiese über vor Kindern. Ein einziger Tummelplatz für Familien mit Spielgeräten, Grillplätzen und sogar einer kleinen Eisenbahn.

Ski- und Schanzenspringer über Bern

Bis vor einigen Jahren stand hier oben sogar eine Sprungschanze, Erinnerung an Schneereiche Winter. Bereits 1902 wurde auf dem Gurten ein erstes Skirennen mit internationaler Beteiligung durchgeführt – ein Jahr nach Eröffnung des grandiosen Kurhotels Gurten Kulm. Und später hat man an bester Lage einen Golfclub angelegt.

Der Gurten ist immer für ein Festival gut

Tempi passati. Aus dem «Kur-» ist ein «Berghotel» geworden, aus dem vielen Grün ein Park (im Grünen) für jedermann. Im Sommer turnen Rockstars anlässlich des Gurtenfestivals über die Bühne; auch eine Sommerrodelbahn und ein Freilichttheater gibt’s. Und im Winter? Statt Skicracks und Schanzenspringer lassen sich heute Kinder auf zwei Liften durch den Schnee tragen oder brettern auf Schlitten über das Weiss. Lauter Garantien für lustvolles Rambazamba der modernen Art.

Wintermärchen ohne Zaungäste

Am besten allerdings gefällt es mir auf dem Gurten an einem frühen Wintermorgen. Etwa dann, wenn die Sonne sich rar macht und der Nebel tief hängt. Wenn sich kaum ein Knirps den Skilift hoch angelt, die Miet-Schlitten einsam stramm stehen und eine wohlige Stille über Bern liegt. Dann scheint der Berg wie in Watte verpackt. Die Bahn spuckt gerade mal ein, zwei Dutzend Menschen aus, und im Selbstbedienungsrestaurant «Tapis Rouge» des Gurtenparks schaufeln sich Bettflüchter frische Gipfeli auf den Teller. Es duftet nach Kaffee und heisser Schoggi, und die Stimmung ist wohltuend «gedämpft». Würde mir jetzt hinter einem der Puderzucker-Bäume im Park die Schneekönigin zuwinken: Ich wunderte mich nicht…

Teddy B, Januar 2019

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