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Wer auf schöne Teufelinnen steht, kommt auf der Diavolezza auf seine Kosten. Der fast 3000 Meter hohe Gipfel ist voller spannender und gruseliger Geschichten. Eine davon handelt vom sagenumworbenen Morteratsch-Gletscher.

DIE FAKTEN
Höhe: 2973 m.ü.M.
Lage: Oberengadin (Graubünden)
Morteratschgletscher: 6,4 km lang, (max.) 2,4 km breit
Anreise: Via Pontresina mit Auto oder Rhätischer Bahn durch das Val Bernina bis zur Haltestelle Bernina Diavolezza (2093 m.ü.M.), anschliessend mit einer Kabinenseilbahn zum Berghaus Diavolezza.
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DIE GANZE GESCHICHTE
Ich liebe traurige Geschichten -und deshalb liebe ich die Diavolezza, diesen Engadiner Aussichtsberg auf 3000 Metern Höhe und mit phänomenaler Aussicht auf die höchsten Gipfel der Ostalpen – inklusive Piz Bernina. Einst soll hier eine schöne, rothaarige Teufelin namens Diavolezza vielen Jägern den Kopf verdreht und sie ins Verderben gestürzt haben.

Von Aratsch zum Morteratsch

So schön, so traurig. Der Legende nach traf es auch einen jungen schmucken Kerl namens Aratsch. Dieser kehrte von einem Jagdausflug nicht mehr zurück. Alles, was blieb, war die klagende Stimme der Diavolezza, die fortan bei Anbruch der Dunkelheit «mort ais Aratsch» (Aratsch ist tot) rief. Alle, die sich damals im Bernina-Massiv aufhielten, hörten den Klageruf. Den magischen Kräften der schönen Teufelin zufolge soll irgendwann die ganze Alp bis hinunter ins Tal mit Eis und Geröll zugedeckt worden sein: Der Morteratsch-Gletscher war «geboren».

Highlights für Skifahrer und Winterwanderer

Vielleicht ist die Diavolezza wieder da und will sich «ihren» Gletscher zurückholen? Denn in den letzten 150 Jahren ist der einst so stattliche Morteratsch über zwei Kilometer geschrumpft. Trotzdem gilt die rund 10 Kilometer lange Gletscherabfahrt unter Wintersportlern heute noch als Highlight. Auch Skitourenfahrer und Winterwanderer schwärmen von den 1001 Möglichkeiten auf und von der Diavolezza aus. Und natürlich Schneeschuh-Fans,

Nein, in diesen Jacuzzi will ich nicht!

Hinauf auf die Diavolezza kommt man von der Talstation mit einer futuristischen Seilbahn. Dort steht auch das Berghaus Diavolezza. Und auf der Sonnenterrasse thront – gut sichtbar für alle – ein Jacuzzi. Einer der vermutlich höchsten Jacuzzis der Alpen. Wo sonst blubbert es auf 3000 Metern unter freiem Himmel! Sowas hätte ich mir vor ein paar Monaten auf dem Bündner Igl Compass gewünscht, diesem Dreitausender, den ich ohne jede Bahn zu Fuss gemeistert hatte. Und wo es auf dem Gipfel grässlich windete. Gern würde ich jetzt in den Zuber mit seinem über 40 Grad heissen Wasser steigen. Doch die eisige Bise und die Aussicht, vor allen Gäste-Augen mit Käsebleicher Winter-Haut halbnackt ins Nass zu plumpsen, sorgt schon für Gänsehaut. Nein, in diesen Jacuzzi will ich nicht rein! Dann doch lieber mit Tunika bekleidet in warme Thermen tauchen, wie ich das in Morschach SZ gemacht habe – wohlig und nicht ganz so nackig.

Aber muss ich zuhause von klassischen Highlights erzählen? Allein die Diavolezza ist Geschichte genug.

Teddy B, Februar 2016

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