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Sie ist eine «alte Tante» und trotzdem top in Schuss: Castelgrande, diese Höhenburg mitten in Bellinzona (TI) und Teil des UNESCO-Welterbe.

DIE FAKTEN
Lage: auf einem Felsrücken mitten in der Stadt Bellinzona
Höhe: 277 m.ü.M.
Besonderes: Gehört zum Welterbe der UNESCO
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DIE GANZE GESCHICHTE
Einst hiess sie «Uri», einst «Altdorf», und später nannte man sie «San Michele» – je nachdem, in wessen Besitz diese stattliche Festungsanlage gerade war. Über 7000 Jahre alt soll die Höhenburg sein. Denn bereits 5500 Jahre vor Christus standen hier erste Siedlungen, wie Grabungen zu Tage brachten.

Castelgrande: Höhenburg mit Schwestern

Heute kennt alle Welt den stattlichen Gebäudekomplex als «Castelgrande», also «grosses Schloss». Und dieses steht nicht allein. Gleich gegenüber thront die Burg Montebello, und noch etwas weiter Sasso Corbaro, die Dritte im Bund. Nicht nur die Einheimischen sind stolz darüber, dass alle drei Burgen bereits im Jahr 2000 ins UNESCO-Welterbe aufgenommen wurden. Denn ein solch gigantisches Bollwerk ist einzigartig im Alpenraum.

Ringmauer: Spannende An- und Einsichten!

Bellinzona: Strategisch wichtig

Ascona, Locarno und Lugano mögen mehr Glamour versprühen. Auf dem Monte Tamaro sieht man bis weit nach Italien hinein, auf dem Monte Comino im Centovalli kann man mit Lamas trekken. Bellinzona dagegen steht für Tradition, für diskreten Charme und Geschichte. Und für einen Alltag, der sich – noch – nicht von Touristen dominieren lässt. Liegt’s am Charakter der Bellinzonesi, die sich ihrer «Stärke» bewusst sind? Schliesslich war die schmucke Tessiner Kantonshauptstadt schon vor vielen hundert Jahren ein wichtiger Ort. Strategisch betrachtet. Denn er liegt an der Nord-Süd-Achse der Alpenstrassen (Gotthard, Lukmanier, San Bernardino, Nufenen). Diese bedeutende Stellung galt es zu (be-)festigen!

Im und auf dem Castelgrande ist Italianità garantiert.

Ein weisser und ein schwarzer Turm

Doch genug mit Geschichte. Heutige Besucher wollen das Schloss sehen. Dieses wurde bereits in den Jahren 1984 – 1981 umfassend renoviert. Inzwischen kann man – auch – an schönster Lage und Aussicht speisen. Besonders stolz ist man auf die beiden Türme, den «weissen Turm» und den «schwarzen Turm», die sich in der Höhe um gerade mal 1 Meter unterscheiden. Sie sind 27 bzw. 28 Meter hoch. Auch von der Ringmauer aus geniesst man einen prächtigen Blick auf die Altstadt. Was ich besonders praktisch finde: Man kann im «Tenü Normal» mit einem Lift hinauf zum Schloss fahren, also gänzlich auf Wanderkleidung und -stöcke verzichten 🙂 .

Auch top für Events: Opernfestival (2011).

Castelgrande mit Openair-Veranstaltungen

Einen Überblick über die lange Geschichte des Castelgrande kann man sich im Schloss-eigenen Museum verschaffen, das im Südflügel untergebracht ist. Im Sommerhalbjahr finden auf dem Castelgrande ausserdem unterschiedlichste Veranstaltungen statt – darunter auch Opern: Openair-Spektakel mit Gänsehaut-Garantie. Seit Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels sind diese noch näher gerückt.

Teddy B, Juni 2019

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