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Sie ist fast 800 Jahre jung und thront über dem Baldeggersee im Luzerner Seetal. Die Burgruine Nünegg ist auch heute noch ein lohnendes Ausflugsziel.

DIE FAKTEN
Lage: Oberhalb des Dorfes Lieli im Luzerner Seetal
Höhe: 706 m.ü.M.
Erbaut: 1283
Gesamthöhe Ruine: 11 m
Kombinierbar mit: Wanderung Horben
Anreise: Mit ÖV via Luzern oder Lenzburg nach Lieli (Haltestelle «Kleinwangen, Oberdorf»), anschliessend zu Fuss in ca. 30 Min. (2 km) zur Ruine. Mit dem Auto bis Lieli (Parkplätze im Dorfzentrum), anschliessend zu Fuss in 15 Min. zur Ruine
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DIE GANZE GESCHICHTE
Sie thront über dem Baldeggersee am Westhang des Lindenberges. Von ihrer Aussichtsplattform auf 11 Metern Höhe geniessen Ausflügler und Wanderer eine top Aussicht über das Luzerner Seetal bis hin zu den Alpen. Die einstige Höhenburg muss ein stattlicher Bau gewesen sein. Damals, vor bald 800 Jahren. Erbaut von den reichen Herren von Lieli, denen die Burg als Stammsitz diente. Aufgrund ihrer neun Ecken wurde das Bauwerk auch «Nünegg» genannt.

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Nünegg: Toller Ausblick auf das Luzerner Seetal.

Nünegg: Verbrannt im Sempacherkrieg

Inzwischen ist die Burg zur Ruine verkommen, und viele nennen sie schlicht «Burgruine Lieli». Gleich mehrmals wechselte das vornehme Anwesen nach dem Aussterben der Herren von Lieli seinen Besitzer. Und fiel während dem berühmt-berüchtigten Sempacherkrieg (1385 – 1389) schliesslich den Flammen zum Opfer.

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Burgfried: Schöner Durchblick.

Achtung, Einsturz!

Sei’s drum. Ganz «kaputt» ging die Nünegg nie. Im letzten Jahrhundert standen verschiedene Restaurierungen an. Allerdings verschlechterte sich ihr Zustand trotzdem nach und nach. So weit, bis die Reste des einst so stolzen Bauwerkes anfangs dieses Jahrtausends einsturzgefährdet waren und die Ruine gestützt werden musste.

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Schilder Nünegg: Auch für Familien spannend:
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Kids lernen spielerisch die Geschichte kennen.

Neues Leben für eine Ruine

Tempi passati: Seit 2016 strotzt die Nünegg vor neuem Selbstvertrauen. Ermöglicht haben diese Wiederbelebung die Kantonale Denkmalpflege und Archäologen. Zwar ist die Ex-Burg im Innern weitgehend leer, und über allem strahlt der Himmel. Aber im Hauptturm wurden eine Wendeltreppe und eine Aussichtsplattform über der Mauerkrone der Ruine installiert. Eine spannende Kombination von Mittelalter und Moderne.

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Genug Holz da: Feuerstelle vor der Ruine.

Grillieren im Bann der Geschichte

Diverse Schilder vor und in der Ruine geben Einblick in die wechselvolle Geschichte der Nünegg. Wer draussen auf dem neu erstellten Rastplatz samt Feuerstelle, Bänken und WC seinen Cervelat in die Glut hält, wird schon mal demütig angesichts so viel Geschichte. Die alles andere als «brüchig» ist…

Teddy B’s Tipp: Verbinde einen Besuch der Nünegg mit einer Wanderung vom Aussichtspunkt Horben aus!

Weitere Infos

Teddy B Buchtipp zum Thema:

Wandern mit dem GA und dem Halbtaxabonnement. Burgen und Schlösser

Teddy B, Januar 2022

Teddy B – auch präsent auf TwitterFacebook, Instagram und Youtube.

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