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Das «Schwarenbach» – ein Promi-Treff? Aber sicher! Hier stiegen einst Künstler, Politiker und andere VIPs ab. Heute erweisen auch Wanderer der Ex-Zollstation die Ehre. Die meisten sind unterwegs von Leukerbad (VS) nach Kandersteg (BE).

DIE FAKTEN
Höhe: 2061 m.ü.M.
Lage: Gemmiregion (VS/BE)
Besonderheit: Eines der ältesten Gasthäuser des alpinen Wallis
Anreise von Norden: Mit Auto oder Bahn nach Kandersteg zur Talstation der Luftseilbahn Sunnbüel und dann zu Fuss zum Berghotel Schwarenbach. Von Süden: Mit Auto oder Bahn/Postauto nach Leukerbad zur Talstation der Gemmibahn und weiter zu Fuss. Die Wanderung dauert von beiden Ausgangspunkten aus ca. 1 ½ Std.
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DIE GANZE GESCHICHTE
Die «Terrasse» vor dem Haus ist nicht allzu gross, ein Traumpanorama über Berge und Täler nicht zu erwarten. Und einfach mal locker mit dem Auto oder einer Bergbahn hinfahren geht schon gar nicht. Denn das Berghotel Schwarenbach ist nur zu Fuss zu erreichen. Man muss es sich regelrecht verdienen. Rund 1 ½ Stunden dauert die Wanderung von beiden Seiten her. Ob man nun in Sunnbüel oberhalb Kandersteg (BE) oder auf der Gemmi hoch über Leukerbad (VS) startet.

Geschichte pur: Berghotel Schwarenbach

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist das Berghotel Schwarenbach etwas ganz Besonderes. Es erinnert an alte Zeiten, ist voller Historie, voller spannender Geschichten. Ähnlich wie einige (ehemalige) Hotels auf der Rigi (SZ). Bald 300 Jahre ist es her, seit dieses Gasthaus erbaut wurde. Damals – 1742 – noch als Zollstation. Denn der Weg vom Wallis ins Berner Oberland führte über die Gemmi und war einst eine wichtige Handelsroute. Alle kamen sie über den Gemmipass und hier durch: Säumer mit ihren voll beladenen Maultieren, Pilger, Fussboten mit Post – und irgendwann schliesslich Bädertouristen und Wanderer.

Hier nächtigte einst Picasso

Unter den neuen Touristen waren auch etliche VIPs. Jules Vernes und Marc Twain sollen im Schwarenbach genächtigt haben. Auch Lenin und Picasso. Und in jüngerer Zeit «Tomba», wenn auch nicht die italienische Skilegende Alberto 😊. Nein, «Tomba» war jener ulta-fitte Kater, der zwischen 1988 und 1993 fast jeden Morgen bis zu zwei Dutzend Mal Bergsteiger auf die Gipfel des Balm- und Rinderhorns begleitete. Und jeden Tag zuverlässig den Weg zurück zum Berghotel Schwarenbach fand.

Ein «Säumer-Imbiss» samt Rotwein

Dessen Ausstrahlung kann sich vermutlich kaum jemand entziehen. Der markante Steinbau mit seinen Sonnen-gegerbten Holzläden wirkt trutzig und heimelig zugleich. Davor stehen vielleicht ein Dutzend einfache Tische – alle rot-weiss aufgedeckt. Ähnlich gemütlich und einfach ist es im Innern, wo Holz dominiert. Und was kommt auf den Tisch? «Bergküche» nennen die Wirtsleute ihr kulinarisches Angebot. Das kann ein einfacher «Säumer-Imbiss» mit Rohspeck, Alpkäse und einem Walliser Roten sein, ein klassischer Walliserteller oder deftige Schwarenbach Magronen. Lauter kalte und warme Gerichte, die Energie zum Weiterwandern geben.

Süsse Versuchung zum Schluss

Die schönste Versuchung allerdings wartet zum Schluss: Im Berghotel Schwarenbach gibt’s köstliche, hausgemachte Früchtekuchen mit viel, viel Schlagrahm obendrauf. Da kann man einfach nicht wiederstehen, da darf man auch nicht wiederstehen…- es wäre zu schade!

Teddy B, Januar 2019

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