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Auf dem Weg nach Süden sind Sonnenhungrige jenseits vom Gotthard kaum mehr zu stoppen. Und verpassen ein verschlafenes Stück Welt auf 1400 Metern Höhe mit trutzigen Dörfern: Das Val Bedretto (Bedrettotal) in der oberen Leventina.

DIE FAKTEN
Höhe: 1400 m.ü.M.
Lage: Bergtal östlich von Airolo Richtung Nufenenpass
Anreise: Mit der Bahn nach Airolo und weiter mit dem Postauto zu den Dörfern des Val Bedretto; mit dem Auto via A2 nach Airolo und anschliessend weiter ins Bedrettotal.
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DIE GANZE GESCHICHTE
Ich aber verlasse die Autobahn liebend gern in Airolo, passiere die Schaukäserei «Caseificio» und tauche ein in dieses langgezogene Tessiner Bergtal. Die Winzig-Dörfer tragen Namen wie Fontana, Ronco Bedretto und All’Acqua. Letzteres liegt zuhinterst am Talende, wo die Passtrasse zum Nufenen beginnt. Diese aber ist nur im Sommer geöffnet.

Tierische Begegnungen unterwegs – ganz schön eindrücklich!

Bedrettotal: Mehr als Wandern und Biken

Das Val Bedretto also. Meine Wanderfreunde schwärmen von Passtouren über den Cristallina-Pass ins Bavonatal. Mountainbike-Kollegen wollen mich von spektakulären Trips durch karg-wilde Gebirgslandschaften überzeugen, und alles wäre machbar. Aber erstens bin ich kein Extremsportler, und zweitens esse ich noch lieber, als dass ich übermässig schwitze. So wie vermutlich auch mein Bärenkollege «Napa» in Arosa (GR), dessen Vorratskammer ich persönlich besichtigt habe 🙂 .

Einfach gut: Polenta und Brasato in der SAC-Hütte Piansecco.

Dem lieben Gott ein bisschen näher

Deshalb zieht’s mich zwischen Frühsommer und Herbst häufig hinauf zur ACS-Hütte Piansecco. Ausgerüstet mit Wanderstöcken & Co. Eine Wanderung von etwa einer Stunde, die im Weiler All’Acqua weit hinten im Val Bedretto startet. Hier oben, auf fast 2000 Metern, fühle ich mich dem lieben Gott ein bisschen näher. Bei Risotto und Brasato (Braten) an einem einfachen Holztisch im Freien baumelt die Seele von allein. Tenü? Zwiebel-Look lohnt!

Lieblingshotel an schönster Lage: Das Chalet Stella Alpina.

Heidelbeeren im Unterholz

Ganz wichtig: Heidelbeeren! Ab August reifen sie überall im Val Bedretto. Deshalb unbedingt ein, zwei Sammelbüchsen mitnehmen und pflücken! So gut wie hier sind nie nirgendwo sonst. Ich allerdings krieche nicht so gern durchs Unterholz und mache es mir lieber einfach und gemütlich. Und wie? Indem ich mir ein Mittag- oder Abendessen in Ronco Bedretto gönne: im Chalet Stella Alpina, einem kleinen und wirklich feinen Tessiner Berghotel. Und das längst nicht nur im Sommer, sondern auch im tiefen Winter!

Cocooning auf Tessinerisch

Schon mal Heidelbeer-Risotto gegessen? Nein? Dann wird es höchste Zeit, Mauro Oliani und seinem Team einen Besuch abzustatten! Nicht nur der Risotto ai mirtilli hier ist göttlich. Auch das Ambiente grundsätzlich, die urgemütliche Gaststube, die Zimmer, die Aussicht..- und alles andere. Nicht umsonst lade ich immer mal wieder Freunde und Gäste hierhin ein. Die Teddy B Advents-Weekends im Val Bedretto haben bereits Kultstatus…

Teddy B, August 2018

Weitere Top-Ziele im Tessin:

Monte Comino: Lamatrekking im Centovalli
Monte Tamaro: Flirt mit Botta und Italien
Ritomsee: Steil ist g…
Capella San Gottardo: Gott behüte Goethe!
Castelgrande: Alte Tante
Standseilbahn Ritom: Kraftpaket für einen See
Brione sopra Minusio: Postkarten-Feeling

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2 Kommentare

  1. Ich dachte immer, die besten Heidelbeeren gibt es im Jura. Aber dann probiere ich die im Tessin nächstes Jahr sehr gerne! Danke für den Tipp!

  2. Stimmt, das kann ich nur bezeugen! Die Heidelbeeren im Val Bedretto sind einzigartig, und ich kenne einen tollen Wirt dort, der daraus Risotto macht 🙂 .

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