Werbung

Es gibt schönere Burgen als sie. Und bedeutendere ebenfalls. Doch die Ruine Alt Tierstein im Aargauer Fricktal beeindruckt durch ihre Standfestigkeit.

DIE FAKTEN
Höhe: 615 m.ü.M.
Lage: Region Fricktal im Tafeljura
Top 😊: Top-Aussicht über weite Teile des Jura/Fricktals bis hin zu Säntis, Lägern & mehr
Leider nein : Kein Restaurants/Kiosk – aber Feuerstelle/Picknickplatz am Fuss der Ruine
Anreise: mit der Bahn bis Frick und weiter mit dem Postauto nach Gipf-Oberfrick (Haltestelle «Rösslibrücke»). Via «Gasthaus Rössli» und «Waldhaus» in ca. 50 Min. zu Fuss bis zur Ruine. Mit dem Auto via A3 nach Frick und weiter nach Gipf-Oberfrick. Zufahrt bis «Waldhaus», anschliessend 10 Min. Wanderung zur Ruine.
Anreise planen

DIE GANZE GESCHICHTE
«Nur» wegen dieser Ruine braucht man kaum nach Gipf-Oberfrick und weiter Richtung Tiersteinberg zu wandern. Denn wirklich viel von ihr übrig geblieben ist nicht. Aber in Verbindung mit einer Wanderung – sei es auf dem Fricktaler Höhenweg oder dem Fricktaler Chriesiwäg – wird die Ruine Alt Tierstein zum lohnenswerten Etappenziel.

Alt Tierstein: über 3000 jährig!

Das Bauwerk ist uralt, hat vermutlich über 3000 Jahre auf seinem Buckel. Und hier passt der Begriff für einmal 😊. Schon 1000 v. Chr. soll der Ort an bester Lage über Gipf-Oberfrick bewohnt gewesen sein. So richtig darin leben taten dann die Grafen mit dem Namen Tierstein ab dem 11. Jahrhundert; sie nutzten die Burg als Stammsitz. Diese überlebte während den folgenden Jahrhunderten sowohl diverse Besitzer – darunter Grafen und Vögte – als auch ein Erdbeben.

Die Aussicht von Alt Tierstein aus ist einzigartig.

Ausgebeutet und wieder auferstanden

Auch Ausbeutung war Alt Tierstein nicht fremd. Über Jahre hinweg wurden die alten Gemäuer als Steinbruch missbraucht. So lange, bis die Mauern nach und nach verschwanden. Und die Ruine fast ganz in Vergessenheit geriet. Erst in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt, freigelegt und konserviert. Und – so weit möglich – instand gestellt. Zum letzten Mal anfangs dieses Jahrtausends.

Ein Ausblick, der entspannt

Um zu verstehen, welcher Stein warum auf dem anderen liegt, ist einiges Fachwissen nötig. Sei’s drum. Allein der Ausblick von ganz oben über das Fricktal und weite Teile des Jura sorgt für Tiefenentspannung pur. Zumal der Zugang ganzjährig möglich und noch dazu gratis ist.
Aber Achtung: Die Stufen hinauf ans Ziel sind hoch und steil! Alt Tierstein will erobert werden. So viel Würde hat sich auch eine Ruine wie sie bewahrt – und verdient 😊.

Infos 

Teddy B, April 2019

Werbung

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here